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Bild: Jägermeister Rock:Liga Saison 2008/2009
  • Text: Christine Stiller

Jägermeister Rock:Liga Saison 2008/2009
Der nächste Gegner ist immer der schwerste


Nach der verdienten Winterpause läutet die Jägermeister Rock:Liga im Februar die zweite Hälfte der Spielsaison ein. Mit Die Mannequin und Crystal Castles, die sich bislang in Gruppe A und B ins Finale am 16. Mai 2009 im Berliner Kesselhaus vorkämpfen konnten, herrschte zunächst eine eindeutige kanadische Überlegenheit. In weiser Voraussicht hat man für die nächste Qualifikationsrunde keine Kapellen aus Kanada mehr aufgestellt. Eine Chance auf die JägerMeisterschaft haben dafür die folgenden sechs Kandidaten:

Gruppe C

The Whip
Heimat: England
Stärken: Als hätten sie in Selbstvertrauen gebadet. Wenn ihr die Mitglieder des ganz auf Elektro-Krawall gebürsteten Manchester-Ensembles bei der Show nur ein mal mit der Wimper zucken seht, habt ihr schon den weichen Kern entdeckt.
Taktik: Dance-Punk auf die Zwölf bis einer heult oder sie den Sieg nach Hause tragen! Klingt simpel, ist es auch, selbst wenn das ihre erste Deutschlandtour sein wird.

The Blood Arm
Heimat: USA
Stärken: Das Entertainment-Einmaleins im Schlaf: bei einer Live-Darbietung dieser Band setzen eure Lieblings-Indieschnittchen sofort Schimmel an.
Taktik: Das L.A.-Quartett stopft eure Hamsterbäckchen mit flirtenden Tanzmelodien, während Sänger Nathaniel Fregoso so sicher auf dem Parkett der Clubbühne steppt, dass er angeblich auch gerne mal den einen oder anderen Zuschauer umherwirbelt.

Dover
Heimat: Spanien
Stärken: Der Exoten-Faktor – im Musikzirkus teilweise so wirkungsvoll wie das Kindchenschema und ganz klar auf der Seite der Spanier.
Taktik: Von letzterem haben die Damen und Herren zwar weniger zu bieten, dafür versprüht die Alternative-Combo auch ohne Taufrische live die geballte Energie einer überbelegten Grundschule und will sich intuitiv und ohne spezielle Taktik an die Spitze vorprügeln.

Gruppe C
The Whip
The Blood Arm
Dover
2.2. Rostock - Mau Club *** 3.2. Hamburg – Grünspan *** 4.2. Bochum – Zeche *** 5.2. Bielefeld – Ringlokschuppen *** 6.2. Karlsruhe - Substage

Gruppe D

The Lemonheads
Heimat: USA
Stärken: Mit einer frisch nachgefärbten Mixtur aus Soft-Punk und Alternative-Indie können euch Evan Dando und Gefolge in rosagelbe Nostalgie-Flashs lullen.
Taktik: Der Anteil an auf dem Weg zu zahlreichen Traumtrips abgestorbenen Hirnzellen ist sicher groß, auf der Bühne merkt man davon allerdings nichts – im Gegenteil. Glattgebügelt und bestens konserviert will euch Doc Dando auf sein neues Album einstimmen.

Electric Six
Heimat: USA
Stärken: Geradlinigkeit gehört wohl nicht dazu, was wiederum im positiven Umkehrschluss bedeutet, dass der Starkstrom-geschädigte Detroit-Sechser fast kein Genre-Gemisch ungerockt lassen wird.
Taktik: Keine blöden Fragen und ab durch die Wand. Für alle Tipp-Spiel-Begeisterten: Im entscheidenden Moment werden sie die "Danger! High Voltage"-Karte zücken und kurz vor Schluss noch in die "Gay Bar" bitten. Wetten?!

Trashmonkeys
Heimat: Deutschland
Stärken: Der klare Heimvorteil ist auf ihrer Seite. Genug wohltemperierte Punk-Attitüde, um ihre Gegner stilvoll nieder zu mantschen, haben sie auch im Gepäck.
Taktik: Die mit Abstand quirligste Kapelle dieser Gruppe will euch mit Synthie-gepimpten Retro-Klängen ordentlich „einhivesn“. Ähnlich wie die Lemonheads gilt es auch für die Müllaffen, im Namen ihrer neuen Platte besonders viel zu beweisen.

Gruppe D
The Lemonheads
Electric Six
Trashmonkeys
23.3. Stuttgart – Longhorn *** 24.3. München - Backstage Werk *** 25.3. Köln – Stollwerck *** 26.3. Dresden - Alter Schlachthof *** 27.3. Cottbus - Glad House

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