- Text: Moritz Honert
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SONST ERSCHIENEN
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Die Macher der Gruselkabinett-Reihe (Titania Medien) haben sich aktuell der Interpretation des Oscar-Wildes-Klassikers „Das Bildnis des Dorian Gray“ angenommen. Das Ganze ist auf zwei CDs wie immer hochkarätig besetzt. Allerdings kommt das Geheimnis um den Schönling erst im letzten Drittel so recht in Schwung.
Wenig Elan, dafür aber schön viel bleierne Depressionen auch in den zwei neuen Episoden der Wallander-Reihe (Der Hörverlag). In „Bilderrätsel“ und „Tödliche Fracht“ können wir zweimal mehr der schwedischen Polizei bei der Aufklärung von Mord und Totschlag sowie der Verarztung diverser persönlicher Probleme zuhören. Das ist immer noch hervorragend gesprochen und inszeniert, wenn auch in der siebten beziehungsweise achten Wiederholung doch von zunehmend geringem Überraschungswert.
Wenig überraschend, dafür grundsolide: Das gilt auch für den neusten Output aus „H.P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens“ (LPL). Dargeboten wird diesmal „Der Fall Charles Dexter Ward“, eingelesen, wie schon diverse Produktionen der Reihe, von David Nathan, der es allerdings manchmal mit seiner Schauer-Stimme etwas übertreibt.
Wer’s beschaulicher mag und gerne alten Damen beim Ermitteln lauscht, kann es mit der 3-CD-Sammelbox „Mimi Rutherford und die Fälle…“ (Maritim) versuchen. Allerdings sind die drei, zum Teil dank minutenlanger Monologe recht zäh erzählten Geschichten eher was für Genre-Enthusiasten.
Nach fast einem Jahr Pause wird „Abseits Der Wege“ mit „Kapitel 6 – Erloschen“ (Folgenreich/Universal) endlich fortgesetzt. Während Gaston Glück auf dem Weg ins eisige Norgont auch den größten Gefahren trotzt, erklärt sein Vater seinen Freunden ein bisschen, wer warum welches Ziel verfolgt. Entgegen dem Titel wird hier also etwas Licht ins Dunkel gebracht.
Weiter macht auch Mark Brandis (gewechselt zu Universal/Folgenreich). Nachdem das faschistische Regime der „Reinigenden Flamme“ niedergeschlagen ist, soll Brandis in „Testakte Kolibri“ eine Pannenserie beim Test eines Raumschiffprototypen aufklären. Der Fall löst sich dann zwar von alleine, die Auflösung ist dementsprechend ballaballa, aber wer auf Old-School-Sci-Fi steht, wird Spaß an dieser Macho-Oper haben.
Text: Holger Muster, Moritz Honert
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