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Bild: Nick Cave
  • Text: Moritz Honert
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Nick Cave
Der Tod des Bunny Munro


Für die einen ist es nur Kosmetik. Für Bunny Munro jedoch ist es nicht weniger als die pure Hoffnung, die er da in seinem Musterkoffer durch die Wohnzimmer des südenglischen Proletariats schleppt. Aber das ist nicht die einzige Illusion, der der Titelheld aus Nick Caves Absturz-Roman erliegt. Hinter sich der Selbstmord seiner Frau, auf dem Beifahrersitz sein neunjähriger Sohn, vor sich die nächste willige Kundin, rast Bunny Munro getrieben von mit Größenwahn kompensiertem Selbsthass seinem Ende entgegen. Wer mit Caves Musik vertraut ist, dürfte angesichts der Ingredienzien seines Romans wenig staunen: Drogen, Sex, Schmerz, Erlösung. Das alles ist temporeich, wenn auch wenig überraschend aufgeschrieben und wäre wesentlich ergreifender, hätte man es nicht so eins zu eins schon bei Bukowski gelesen. Bilxa Bargeld jedoch erweist sich mit seiner zwischen Kindergeburtstag und Klapsmühle pendelnden Stimme als ausgesprochen stimmiger Vorleser dieser Einbahnstraße zur Hölle.
(6 CDs / rund 360 Minuten)


(Der Hörverlag)


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