- Text: Moritz Honert
- Verlag: Tacheles/Indigo
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GÖTZ ALSMANN
HERRENABEND
Was geht immer? Richtig! Nackte Haut! Das galt schon, als noch Konrad Adenauer über die Republik herrschte und Frauen nach „Tosca“ dufteten. Am Kiosk bekam der Mann, der sich für einen von Welt hielt, damals Magazine wie „Paprika“, „Wiener Melange“ oder „Gondel“. Der Inhalt: Pin-Ups, Kurzgeschichten, Sketche, Konzertkritiken, kurz, Lifestyle für den kleinen Mann. Was anderes machen „GQ“ und „Playboy“ heute ja auch nicht. Der Entertainer Götz Alsmann verfügt angeblich über eine gewaltigen Vorrat dieser Hefte, immerhin aber so viele, um daraus einen vergnüglichen bis wirklich zum Schreien komischen Leseabend zusammenzuzimmern. Mit mal rasender, mal singender Stimme rezitiert er im Stakkatostil verfasste Ausflüge in übel beleumundete Nachtclubs, launige Geschichten von untreuen Ehegatten und pseudoaufklärerische Essays mit Titeln wie „Ist die Französin leichfertig?“. Zwischendurch gibt’s gepflegten Dudeljazz. Schöner Spaß.
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