unclesally*s, dein Musik-Magazin für Punk, Rock, Indie, Alternative, Indierock mit vielen Interviews und Rezensionen

Bild: DEON MEYER
  • Text: Moritz Honert
  • Verlag: Steinbach Sprechende Bücher
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DEON MEYER
DREIZEHN STUNDEN


Es gibt Geschichten, die ähneln Rennwagen: schnell, wendig, hochtourig. Diese hier erinnert eher an einen Bus. „Dreizehn Stunden“, der sechste Krimi des südafrikanischen Autors Deon Meyer, rollt langsam an, ist dann aber eine dafür umso gewaltigere Dampframme. Gefühlte drei Stunden dauert es, bis der Hörer des etwas pastoral geratenen Vortrags des Schauspielers Romanus Fuhrmann, ahnt, wohin die Reise eigentlich geht. Ein Mord im Musikgeschäft, Touristinnen auf der Flucht, frivole Country-Sängerinnen, die zu Gott gefunden haben, ein alkoholkranker Ermittler, Rassismus in Südafrika nach dem Ende der Apartheid: Am Ende passt all das zusammen und entwickelt einen gewaltigen Sog. Literatur ist es dann zwar immer noch nicht, dafür hätten die Charaktere gerne etwas ausgefeilter gestaltet werden dürfen, aber immerhin eine spannende und schlüssige Geschichte über gesellschaftliche und menschliche Abgründe.


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