- Text: Moritz Honert
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Sonst erschienen
'Gabriel Burns', 'Der Sandmann', 'Die Ferienbande und der kolossale Terror', Verlorene Herzen
Das hat gedauert. Gut ein dreiviertel Jahr musste auf die zehnte Folge von „Die Schwarze Sonne“ (Lausch/Edel) gewartet werden. Leider bringt „AIWASS“ die Geschichte nur unmerklich voran, da überwiegend in langen Monologen über das Leben, das Universum und den ganzen Rest philosophiert wird.
Anders sieht es bei „Gabriel Burns“ (Folgenreich/Universal) aus. Im 35. Teil namens „Das Haus der Seele“ erfahren Bakerman und sein Team in Indien mehr über die Pläne des Alten Feindes und wie die Bedrohung für die Welt doch noch verhindert werden kann, bevor der zehnte Ort den Fahlen anheimfällt. Alles klar?
Die „Gruselkabinett“-Reihe (Titania Medien/Lübbe Audio) geht mit „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann und „Das Haus des Richters“ von Bram Stoker in die 42. und 43. Runde. Wie immer punkten die Hörspiele mit vielen bekannten Synchronsprechern – unter anderem diesmal in beiden Teilen mit Norbert „Magnum“ Langer. Richtig gut und düster ist aber Roland Hemmo, der deutsche Sprecher von Colm Meaney („Star Trek“). Doch nicht nur dank ihm, sondern auch wegen der sehr bösen Geschichte, ist „Der Sandmann“ eine der stärksten Folgen seit langer Zeit.
Noch nicht ganz so viele Episoden, aber jetzt immerhin auch sechs an der Zahl hat „Die Ferienbande“ vorzuweisen. In „Die Ferienbande und der kolossale Terror“ (Kai+Sven/Wortart) gerät das Quartett an Killer-Omas, sich in Spaßbädern versteckenden Sektengurus und im Schulkeller hausende Computernerds. Die Witzqualität dieser Kinderhörspielparodie schwankt mal wieder zwischen genial, geschmacklos und infantil. Wer mit den Fünf Freunden, den drei Fragezeichen und TKKG groß geworden ist, wird sich trotzdem mehr als einmal kaputtlachen. Hoffentlich nicht zum letzten Mal, wie das Finale nahelegt.
Wild West im Weltraum bietet diesmal die aktuelle Doppelfolge von Mark Brandis (Interplanar/Universal). So oft, wie der Testpilot in „Raumsonde Epsilon“ in Gefangenschaft gerät, sich befreit, in die nächste Falle läuft und wieder eingekerkert wird, hat das schon gewaltig was von Karl May. Auf Dauer also leider etwas ermüdend und eine eher schwache Folge einer eigentlich guten Serie.
Klassischen Grusel beschert uns die dritte Folge der Nachtmahr-Serie, in der diesmal M.R. James Erzählung „Verlorene Herzen“ (Wolpertinger Hörbücher) vertont wird. Leider kann sich die Produktion nicht so recht entscheiden, ob sie jetzt lieber „Fünf Freunde in Nebel“ oder fieser Horror-Schocker sein will. So ist's jetzt leider weder das eine, noch das andere geworden.
Text: Holger Muster / Moritz Honert
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