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Bild: Fjodor M. Dostojewski
  • Text: Moritz Honert
  • Verlag: NDR Kultur/Der Hörverlag
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Fjodor M. Dostojewski
Der Spieler


Dostojewski wusste, wovon er redet, als er sich 1866 hinsetzte und seiner Sekretärin und späteren Ehefrau in gerade mal 26 Tagen den „Spieler“ diktierte. Kurz zuvor hatte der Meister nämlich selbst in Wiesbaden ein Vermögen beim Glücksspiel auf den Kopf gehauen – nun brauchte er schleunigst Geld. Das Mittel zum Zweck wurde trotzdem ein Klassiker der russischen Literatur. Gute 90 Jahre später entstand unter der Regie von Sprecherlegende Gert Westphal diese Hörspielfassung des Dramas über Sucht und unglückliche Liebe, die der Hörverlag jetzt ausgegraben hat. Die klingt zwar gelegentlich ein wenig altbacken (für so einen falschen englischen Akzent wie den, mit dem Hans Paetsch den Mr. Astley spricht, würde man ihn heute verhauen) – die Momente allerdings, in denen Dostojewskis Alter Ego Alexei Ivanowitsch am Roulettetisch in Raserei verfällt, zählen zu dem Ergreifendsten und Aufpeitschendsten, was seit langem zu hören war.


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