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Bild: Franz Kafka
  • Text: Moritz Honert
  • Verlag: Bayern 2/Der Hörverlag
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Franz Kafka
Der Process


Kafka hat an seinem „Process“ gelitten. Wie sehr, kann man aus seinen Tagebucheinträgen ablesen: „Gar nichts gearbeitet“, heißt es da am 15. Dezember 1914. „Vollständige Stockung. Endlose Quälereien“, zwei Monate später. Kein Wunder, dass er das Buch schlussendlich gar nicht fertig kriegte, sondern lediglich 16 nicht-nummerierte Hefte hinterließ, aus denen dann sein Freund Max Brodt den heute bekannten Klassiker zusammenbastelte. Für Bayern 2 hat der Regisseur Klaus Buhlert genau diese Hefte von Schauspielern wie Rufus Beck, Corinna Harfouch oder Manfred Zapatka einlesen lassen – mit Fehlern, Streichungen, Lücken. Eine „maximale Annäherung an Kafkas nachgelassene Handschriften“ sollte so erreicht werden. 17 CDs sind dabei herausgekommen, ebenfalls niht-nummeriert. Ob man sie in der Brodt'schern Reihenfolge hört, bleibt einem also selbst überlassen. Wer sich auf das Spiel einlässt, muss allerdings gewaltig Konzentration mitbringen, so wie die Stimmen der rapide wechselnden Vorleser ineinander laufen und die Stimmfarben wechseln. Ein fraglos gewaltiges Projekt, dessen Sinnhaftigkeit einem allerdings erst einmal verborgen bleibt. Kafka eben.


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