- Text: Moritz Honert
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geisterjäger john sinclair
der sensenmann als hochzeitsgast (19)/das buch der grausamen träume (20)/die höllenkutsche (21)
Auch der Geisterjäger ist wieder im Einsatz. Und zwar in seinen drei schwierigsten Fällen bisher, denn diesmal treten die 'neuen' Sinclair-Folgen gegen die 'alten' Episoden der Studio Braun-Serie an (Ja ich weiß, 'Das Horror-Schloss im Spessart' gibt es auch doppelt, aber da ging die Neuauflage leider völlig an mir vorbei). Doch den direkten Vergleich braucht hier niemand zu scheuen. Zwar fehlt die kultige Orgelmusik und das angestaubte Flair der Scheibentelefone etc., das macht aber allemal ein schicker klassischer Soundtrack in Folge 19, bzw. eine um den peinlichen Hexentest Reim gekürztes Drehbuch in Folge 20 wett. Auch Folge 21 besteht problemlos gegen die Vorlage. Ob man nun die alten oder neuen Episoden favorisiert, bleibt also weiterhin nur eine Frage des Geschmacks, ihren eigenen Reiz besitzen beide Serien. Leider leistet sich Folge 20 aber auch einen völlig unverständlichen Lapsus. Nachdem Sinclair bereits in Folge 19 dem Schwarzen Tod gegenüberstand, und sich dessen auch mehrmals in Folge 20 erinnert, hat er die Begegnung in einer Szene dann plötzlich völlig vergessen, und keinen Schimmer davon, was der Sterbende meint, der ihm mitteilt, er (Sinclair) habe bereits gegen den Schwarzen Tod gekämpft. Ja wann soll das denn bloß gewesen sein? Letzte Folge vielleicht! Schade. Ansonsten regieren die bewährten Zutaten: Dicke Effekte, ein Aufmarsch an bekannten Sprechern (zwei der drei Fragezeichen, die Jan Tenner Laura, etc.) und eine große Kelle Trash. Auf einen Bonussong, wie zuletzt den der Gruppe Blackmail, hat man diesmal übrigens komplett verzichtet.
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