- Text: Moritz Honert
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jason dark
john sinclair - die rückkehr des schwarzen tods
Dass 2003 ein großes Jubiläumsjahr für die John Sinclair-Reihe ist, dürfte sich so langsam rumgesprochen haben. Auch dass sich der Chef zu diesem Datum etwas ganz besonderes hat einfallen lassen, ist bekannt. Pünktlich zum Jubeljahr erweckt Jason Dark alias Helmut Rellergerd den Schwarzen Tod, Sinclairs ewigen Erzfeind, wieder von den 'Toten'.
Es war zu erwarten, dass der entsprechende Roman von Oliver Döring - seines Zeichens Regisseur der Sinclair Hörspiel-Reihe - als Lesung inszeniert werden würde. Und ebenso wenig überraschend ist, dass er sich dabei wieder ganz dem charmant größenwahnsinnigen Geist seiner vorherigen Sinclair Produktionen verschrieben hat. Aber das wollen wir ja im Fall Sinclair auch gar nicht anders.
Den Vortrag teilen sich die bereits aus der Serie bekannten Routiniers Joachim Kerzel (als Erzähler) sowie Frank Glaubrecht (als Sinclair). Döring lockert das Ganze dann mit ein paar Geräusche aus der Effektbox auf. Wenn Glaubrecht seine Stimme verstellt, um der 'Horror Oma' Sarah Goldwyn eine eigene Note zu verleihen, gerät das zwar manchmal ein wenig unfreiwillig lustig, aber ansonsten spult das Trio ein solides Unterhaltungsprogramm ab, das die blutige Beschwörung des Superdämons zu einer kurzweiligen
Sache macht.
Sätze wie 'Hier stand der Torero des Todes vor ihm' oder 'Er hörte noch das Singen seiner Säge. Es war die Melodie, die ihn bis hinein in seinen Tod begleitete' lassen zwar keine Sekunde lang die Illusion von Literatur aufkommen, aber Freunde von Jason Darks Trashsaga um den Londoner Geisterjäger werden auch mit diesem Produkt wieder ihre helle Freude haben.
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