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  • Text: Moritz Honert
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edgar wallace
das indische Tuch


Mit 'Titania Medien' tritt ein neues und offensichtlich außerordentlich engagiertes Hörspiel-Label auf den Plan. Und gleich mit der ersten Veröffentlichung - eben dieser Edgar Wallace Adaption, die als erste in einer ganzen Krimi Reihe mit jeweils abgeschlossenen Geschichten verschiedener Autoren stehen soll - gelingt ein ansehnlicher Wurf. Unter der Regie von Label-Mitbegründer Marc Gruppe agiert ein überzeugendes Ensemble, das zwar aus Profis besteht (u.a. Dagmar von Kurmin, Christian Rode, Cate Blanchetts Synchronstimme Dörte Lyssewski), das jedoch im Vergleich zur Überpräsenz eines Joachim Kerzels noch erfrischend 'unvorbelastet' ist. Reichlich Raum für die eigene Phantasie ist demnach vorhanden.
Auch wenn 'Das indische Tuch' wahrlich nicht Wallace bester Roman wurde, ist diese absichtlich auf alt getrimmte Umsetzung ein schöner Krimi-Spaß. Die Handlung, die fast vollständig auf dem Landsitz der ein dunkles Geheimnis wahrenden Familie Lebanon spielt, ist bevölkert von undurchsichtigen Butlern, mysteriösen Vamps, aufrechten Polizisten und bald auch von der ein oder anderen Leiche.
Musikalisch gibt es ebenfalls nichts zu motzen, auch wenn das 'Liebes-Thema', das immer dann erklingt, wenn Seargent Totty auf die junge Isla Crane trifft, auf Dauer ein bisschen penetrant kitschig geraten ist. 'Das indische Tuch' ist ein überzeugender Einstand, der Lust auf mehr macht.


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