- Text: Moritz Honert
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die psi-akten
flucht vor dem werwolf (1) / burning grace - wald der todgeweihten (2) / blutspur der mumie (3)
Eine neue Serie, und zwar aus dem von mir für die Jac Longdong-Reihe böse abgestraften Hause 'Russel & Brandon Company'. Aber wir sind ja nicht nachtragend, deshalb gilt: neues Spiel, neues Glück. Bei den 'Psi-Akten' handelt es sich nun um eine Reihe mit wechselnden Hauptpersonen und jeweils abgeschlossenen Geschichten, die sich thematisch alle um den Bereich Grusel, Spuk oder Horror drehen. Kennen wir bereits von der alten 'Europa' Grusel- als auch von der 'Meteor'-Horror-Reihe.
Leider krankt das Projekt 'Psi-Akten' jedoch an mehreren entscheidenden Stellen. Zum einen wirken viele Dialoge unglaublich künstlich (Folge zwei sei hier mal ausgenommen) und ein recht durchwachsenes Sprecherensemble macht die Sache leider nicht wirklich besser. Allen voran David Russel ist als Sprecher schlicht indiskutabel.
All das wäre jedoch zu verzeihen, könnte die Serie zu irgendeinem Zeitpunkt originelle Akzente setzen. Das tut sie aber genauso wenig auf inhaltlicher Ebene, wo lediglich uninspiriert B-Movie Standards wiedergekäut werden, noch auf Seiten der Dramaturgie. Weder gelingt hier der Aufbau einer - auch für Personen über zwölf Jahre überzeugenden - Gruselatmosphäre, noch ein selbstironisches Spiel mit bekannten Versatzstücken aus dem Steinbruch der Popkultur, wie ich es der technisch auch nicht gerade berauschenden (aber eben lustigen) 'Meteor'-Horror-Serie unterstelle. Sorry, aber das ist wieder nix.
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