- Text: Moritz Honert
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frank gustavus
blackout
Paul Spence, ein abgehalfterter Hollywood-Schauspieler der seine besten Zeiten schon länger hinter sich hat, findet sich in 'Blackout' urplötzlich im Berlin des Jahres 1941 wieder. Er ist ein bisschen ratlos, wie das zu erklären ist.
Ähnlich irritiert wird sich auch ein unaufmerksamer Zuhörer schnell wiederfinden, der 'Blackout' mal so nebenbei beim Spülen anhört, denn die erzählte Geschichte versteht sich im Laufe der Zeit immer weniger als stringente Abfolge von Ereignissen, sondern mehr als Collage, in der zunehmend die Frage nach der Kontrolle über Wunsch und Wirklichkeit in den Vordergrund tritt.
'Blackout' liefert jedoch keine vorgefertigte Antwort, sondern zwingt den Hörer zum Nachdenken. Das macht das Ganze nicht nur zu einer seltenen, sondern auch zu einer interessanten Hörspiel-Produktion. Einzig die manchmal ein wenig müde Handlung trübt den Spaß.
Auf der technisch Seite gibt es nichts auszusetzen. Lutz Mackensy und Helmut Kraus agieren gewohnt gut, und auch der Soundtrack weiß die zwischen Irritation und Schmerz pendelnde Stimmung gut einzufangen.
Für Freunde von Hörspielen, die Zeit und Muße haben, sich auch mal länger als die tatsächliche Spieldauer mit einem Stück zu beschäftigen, ist 'Blackout' eine Anschaffung wert.
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