- Text: Moritz Honert
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eloquence reihe
Mit der 'Eloquence'-Reihe setzt die Deutsche Grammophon ein Konzept aus dem Klassiksegment auf den Hörbuch-/Hörspielsektor um: Große Namen für wenig Geld. Den Anfang machen 15 Titel mit Werken von Heine, Shakespeare, Goethe, Hemingway, Eichendorf etc. Halbjährlich sollen weitere Staffeln folgen. Der Budgetpreis von fünf Euro pro CD (acht für die Doppel-CD) wird dadurch möglich, dass keine neuen Episoden produziert, sondern alte und bereits einmal veröffentlichte Aufnahmen recycelt werden. 'Erpresser schießen nicht' von Raymond Chandler z.B. erschien bereits in der Reihe 'Der Stau Krimi' des gleichen Verlages, die Aufnahme von Schillers 'Kabale und Liebe' stammt gar aus dem Jahre 1955. Der Qualität tut das fraglich keinen Abbruch. Wer im Deutschunterricht also lieber pennt, kann sich Lessings Ringparabel jetzt gut und günstig vorlesen lassen. Einzig die CD von Gert Westphal (wieso steht sein Name eigentlich gleich dreimal auf dem Frontcover?), der Ausschnitte aus Klassikern zum besten gibt, ist von geringem Gebrauchswert. Sicher, im Vorlesen ist er Meister, aber was soll der Hörer mit jeweils zehn Minuten Flaubert, Storm, Karl May etc.? Insgesamt ist die Reihe aber ein gutes und Aufmerksamkeit verdienendes Projekt.
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