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Bild: Fleischvogel

Fleischvogel


Die Welt geht unter. Die Zeichen sind eindeutig.

Immer mehr Menschen verzichten auf ein Auto und fahren Smart. Das von Ice-T produzierte HipHop-Album von David MC „Hassel The Hoff“ existiert wirklich, und meine Freundin träumt Sexuelles von Harald Schmidt! Armageddon! Ich plane also zu Ehren des Untergangs dieser Erde ein Abschiedsfest. Hier meine Ideen.


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Moderation: Das geistige Prekariat dieses Landes: Grundschul-Stipendiat Bushido, Grinse-Preisträgerin Sonja Kraus (beide Brüste echt!) und die Flusspferdfamilie Knautschke, Jette und Bulette. GV möglich, aber nicht ausgeschlossen!

Musik: Der Dani-Sahne-Song! Bombtrack! Gesungen von ALLEN Schauspielern von ’Verliebt in Berlin’. Spitzenidee! Aber erstens gibt es keine Schauspieler bei ’ViB’, und zweites ist die triumphale Rückkehr von Lisa Plenske erst für April geplant. Und bis dahin ist die Erde schon nur noch ein Loch im Universum. Egal! Jetzt kommt stattdessen Adolf Hitler im Helge Schneider-Kostüm und singt einen Scooter-Remix des Media Markt-Knallers „Saubillig, und noch viel meeeehr!“. Der arme Rio Reiser verschluckt sich im Grab an seinem eigenen Erbrochenen, wird wieder lebendig und nimmt mit Oliver Pocher eine Jan Delay-Tribute-Platte auf. So klingt der Untergang!

Jetzt zum Essen. Ich habe ein dreigängiges Menü aus Gerichten zusammengestellt, die mir in den letzten Wochen allen Ernstes von real praktizierenden Köchen in verschiedenen Gastronomien angeboten wurden. Hier ist es: das Grauen zum Kauen!

Erster Gang: Fleischvogel. Ich vermute das Geburtsnest von Fleischvogel in einem kranken Kopf in Süddeutschland. Fleischvogel ist ein sehr hässliches Gericht, ähnlich wie Stuhl. Fleischvogel ist in Fleisch eingerolltes Fleisch. Außen Rollfleisch (Hufschnitzel), innen Füllfleisch (Hack und fingerdicke Speckscheiben). Fliegt nicht!

Zweiter Gang: Pizza ’Oh du Fröhliche’. Diese grenzgeniale Pizzakomposition aus dem Hause ’Pizza Max’ ist belegt mit Ente, Rotkohl und Äpfelstückchen und singt Weihnachtslieder in deinem Darm. Gibt’s auch mit Sauerkraut und Würstchen, und zum Valentinstag mit Pralinen und Krawatten. Gibt’s nicht als Pizza ’White Christmas’ mit Koks.

Dritter Gang: Buntes Sushi. Dieses saudumme Gericht aus Pokemon-farbigen Maki-Rollen und Temaki gibt es nirgends auf der Welt außer in Kreuzberg/Berlin. Eine Anzeige bei der Sushi-Polizei (bitte googeln!) liegt bereits vor! Und so macht man farbiges Sushi: Einfach beim zubereitenden Koch die Gehirnummantelung (Nase, Haare, Haut) ablösen, die Würde und alles weitere Überflüssige entnehmen, den Rest mit Butterbrotpapier einschlagen und dann mit Wachsmalstiften ein neues Gesicht aufmalen. Fertig! Jetzt die Seetang-Ummantelung der Makis ablösen, den Rest in transparente Soja-Folie einschlagen und mit dem Haribo-Malset bunt streichen. Kommt oben rein, kommt oben raus!

Und? Kommt ihr zu Party? Ach - ihr seid ja schon da.

Yessica Yeti


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