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sceenshots
Die Definition von Tanzen!


Alles hat eine Definition. Definitionen sind irre wichtig - sonst kommt keiner mehr klar und alle laufen durcheinander wir die Chinesen.
Ein Beispiel: Alles was vier Räder, einen Lenker und einen Motor hat, ist ein Auto oder etwas Ähnliches. Das schnallt Jeder! Nicht mal der debilste Kellner würde seinem Gast für ein Becks Gold 2 Auto 40 abknüpfen. Kein noch so Andersbefähigter zieht sich ein Auto über den Kopf, um im Schwimmbad die Haare trocken und fettig zu halten. Selbst im dunkelsten Darkroom werden nicht mal versehentlich 'kleine Japaner' flachgelegt. Der Begriff Auto ist eindeutig. Schwieriger wird?s bei der Definition von Tanzen. Wäre beispielsweise die ästhetische Beurteilung des Vorgangs ein Teil der Definition, würde ich niemanden persönlich kennen, der schon mal getanzt hätte. Stampfen und irgendwie Herumschlackern ja - Tanzen nein! Vielleicht bedeutet Tanzen auch einfach nur, sich rhythmisch zu Musik zu bewegen. Aber was ist dann mit den Mittdreißigerinnen, Handtasche quergetragen und Ostfrisette, die bei 'I Will Survive' den Text falsch mitsingen? Welcher Rhythmus? Welche Musik? Da kostet dich eine Minute hingucken drei Monate Sexualtrieb. Das nenne ich psychoterroristische Schwangerschaftsverhütung, aber Tanzen geht doch anders, oder?
Manche Eltern denken, ihre Kinder könnten tanzen. Die kleinen Scheißer werden an ihren Milchzähnen zum Casting gezerrt und wackeln dann so hin und her. Wenn das Tanzen ist, dann tanzt auch mein Darmauswurf, während er in die bewässerte Schüssel fällt. Vielleicht weiß es der Körper-Professor in der Tanz-Uni denkt ihr? Auf Keinsten meine Freunde! Ich hatte mal beruflich in Dee!s Tanzstudio 'Tanzen wie die Stars' zu tun. Unförmige Teeniezellhaufen mit Fässern voll Eiter unter der Gesichtshaut, angeleitet durch einen von Detlef Dee!s Vasallen, sich wie Britney Uglyera vor ihrem eigenen Spiegelbild zu bewegen, OHNE dabei zu weinen oder zu platzen. Es stank ekelerregend nach saurem Schweiß und Bravo Girl!-Beautyprodukten. Mädchen duschen sich nicht nach dem Sport. Sie stinken den Rest ihres Lebens weiter. Manche Mädchen konnten sich gar nicht bewegen, weil sie an ihren Zahnspangen aneinandergekettet waren. Andere mussten ständig aufs Klo, wo es außer nach saurem Schweiß und Bravo Girl!-Beautyprodukten auch nach Bulimie und Monatsbeschwerden roch.
Die, die tanzten, tanzten wie Dee!. Das sah für mich irgendwie okay aus, ist aber wohl auch kein richtiges Tanzen, wie mir neulich ein freundlicher Typ in meinem Lieblingsclub mit einem eindringlichen Eiertritt versicherte. Vielleicht haben meine Bewegungen einfach nicht zum Lied gepasst, aber wahrscheinlicher ist, dass es das gar nicht gibt... dieses... 'Tanzen'.


Yessica Yeti


In Gedenken an einen großen deutschen Tänzer: H.C. Vortisch


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