- Text: Elmar Bassen
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Sublime with Rome
How Sublime is that?
1996 starb Bradley Nowell, Sänger und Gitarrist einer der besten und einflussreichsten Bands ihrer Zeit, an einer Überdosis Heroin. Und man kann noch nicht einmal behaupten, Sublime seien damals gerade auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs gewesen, denn erst 1997 gelang ihnen mit dem gleichnamigen dritten Album, das nach Bradleys Tod veröffentlicht wurde, der kommerzielle Durchbruch: 14 von insgesamt bisher 17 Mllionen Alben verkauften sie in diesem Jahr, gewannen den MTV-Award für „Best Independent Video“ und kletterten mit der Single „What I Got“ bis auf Platz 13 der Billboard Independent Charts.
Die verbliebenen Mitglieder der Band - Eric Wilson und Bud Gaugh - gründeten 1997 die Long Beach Dub Allstars, die sich 2002 wieder auflösten. Eine Reunion von Sublime stand lange Zeit nicht zur Debatte, zu sehr fehlte mit Knowell das Zentrum der Band. Jedenfalls sahen das vor allem die Fans so – die Band selbst nahm sich immer als Drei-Mann-Combo wahr. „Nicht nur die Musik wurde von allen dreien zusammen gemacht, auch die Texte erzählen Geschichten, die sie gemeinsam erlebten“, erzählt Rome Ramirez im Interview.
Bradley Nowell - „just a singer“? Für Sublime-Fans ist es sicher schwer bis unmöglich, sich mit diesem Gedanken anzufreunden.
Rome war acht Jahre alt, als Nowell starb und ist von seinem Vater „musikalisiert“ worden. Der hörte nicht nur viel Roots-Reggae, Dub und HipHop, sondern auch Hardcore Punk – und natürlich Sublime. „Als ich Sublime zum ersten Mal bewusst hörte, erschlossen sich mir auf einmal alle anderen Punk-Bands wie die Stooges, Butthole Surfers und die Bad Brains, ich verstand jetzt viel besser, worum es bei denen ging.“ Rome lernte Bud und Eric durch eine gemeinsame Freundin kennen, die ihn mit zu einer Jam-Session nahm. Vorher hat er „mit kleineren Bands in irgendwelchen Garagen“ gespielt.
Letztes Jahr traten Sublime erstmals seit Nowells Tod wieder live auf, mit Rome als Sänger und Gitarrist. Ihr Auftritt bei Cypress Hills „Smokeout Festival“ war ein voller Erfolg, das Publikum sang alle Songs mit und feierte Rome. Auch der neue Song „Panic“ kam auf Anhieb super an – und es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass der Song genauso gut aus alten Sublime-Zeiten stammen könnte.
So gesehen ist es umso bemerkenswerter, dass keine andere Band in den letzten 13 Jahren in der Lage war, das Genre Ska-Punk-Reggae-Rock auch nur annähernd so erfolgreich und musikalisch anspruchsvoll zu inszenieren wie Sublime. Auf die Frage, woran das liegen könnte, antwortet Rome: „Sublime hatte so viele musikalische Einflüsse von Bands, die kaum bekannt waren und die kaum jemand wirklich verstanden hat – großartige Punk-Bands, Dub Reggae und HipHop-Künstler – und hat diese ganzen Einflüsse einzigartig verarbeitet und zu etwas gemacht, das darüber hinaus ging – frischer, „more crispy and catchy“. Dadurch haben sie auch die Einflüsse selbst aufgewertet. Und das zu dritt, mit einer unglaublich tighten Rhythm-Section. Niemand war seitdem in der Lage, das so hinzukriegen.“
Wie nimmt Rome die Einstellung der Fans ihm gegenüber wahr? Traut er sich zu, von den Fans, die Sublime wie ein musikalisches Heiligtum verehren, wirklich anerkannt zu werden? „Das müsstest du auf den Festivals sehen: Die Leute, die es erleben, lieben es! Das liegt natürlich in erster Linie an den großartigen Songs – die sind absolut zeitlos. Es gibt bei uns Sublime-Coverbands, die mehr Gage bekommen als wir, aber das ist ja auch völlig okay. Wir fühlen nichts als positive Energie – gelangweilt sind wir nur, wenn wir die negativen Kommentare im Internet lesen, das ist im Prinzip immer das gleiche. Aber wir erfahren auch von den Fans sehr viel mehr Wohlwollen als Ablehnung.“ Wird es noch mehr neue Songs geben oder gar ein neues Album? „Wir nehmen im Augenblick alles, wie es kommt. Im Herbst werden wir eine Single rausbringen und dann nach und nach neue Songs entwickeln. Wenn die fertig sind, wird es auch ein neues Album geben.“
Die Nutzung des urspünglichen Bandnamens war Nowells Erben dann aber doch zu viel, obwohl sie „Bud und Gaugh aus vollem Herzen unterstützen“ einigte man sich schließlich nach zwei Gerichtsverhandlungen auf Sublime With Rome. Ein guter Name.
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TELEKOM EXTREME PLAYGROUNDS
Am 29. August geben Sublime With Rome im Rahmen der Telekom Exrreme Playgrounds in Hamburg ihre Europapremiere. Das Rahmenprogramm beim „WWA Wake Park Contest“ in der Wassersportarena Pinneberg liefern einige der besten Wakeboarder und BMX-Fahrer der Welt sowie ein gewisser Gentleman. Ob der wirklich nach Sublime With Rome auf die Bühne gehen möchte, sollte er sich aber nochmal gut überlegen, denn wir können euch versprechen, dass das mächtig rocken wird. Alles, was ihr tun müsst: Öffnet euren emotionalen Kühlschrank ein wenig und gebt Rome die Chance, sich in eure erhabenen Herzen zu singen!
Telekom Extreme Playgrounds
29.8. Wassersport Arena Pinneberg
BMX Miniramp und Wakeboard Cable
Live: Gentleman, Sublime With Rome
Auf unserer Verlosungsseite verschenken wir 2x2 Tickets unter allen, die uns folgende Frage beantworten können: Eric Wilson gründete 1982 die Band Hogan’s Heroes, in der auch Brad spielte. Wie nannte sich die Band später?
Für alle, die nicht gewinnen, gibt es die Tickets an allen bekannten VVK-Stellen und unter telekom-playgrounds.de
Text: Elmar Bassen
Heimat: sublimewithrome.com , telekom-playgrounds.de
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