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Bild: Der Junge auf dem Wakeskate

Der Junge auf dem Wakeskate
Lukas Süß


Der Hochsommer steht in den Startlöchern und wer im Wasser planschen und auf der Wiese liegen ziemlich öde findet, dem bietet der Trendsport Wakeskaten eine anständige Abkühlung mit Action-Zulage. Diese hippe Sommersportart ist ein Mix aus, ta-dah: Wakeboarden und Skaten. Der junge Lukas Süß beherrscht sie wie kaum ein anderer.
Denn der 20-Jährige ist Wakeskater der ersten Stunde und seit über neun Jahren mit seinem Board auf Tour. Mittlerweile hat er schon so ziemlich alle Spots in Europa besucht und war bei den wichtigsten Wettbewerben wie O’Neill Wake The Line – Freestyle Wakeboard Worlds mit dabei. Zu Hause an der Seilbahn-Anlage in Duisburg-Wedau kennt er jedes Hindernis. Hier unterrichtet er an freien Tagen die Kinder und zeigt seine astreine Wakeskate-Technik.

Wir haben Lukas Süß bei O’Neill Wake The Line am 18. Juni im Kölner Stadionbad getroffen. Wie bitte? Wakeskaten in einem Freibad – hört sich wohl eher ungewöhnlich an. Doch hier treffen sich jährlich die weltbesten Boot- und Cable-Wakeboarder sowie Wakeskater, um bei der Freestyle Wakeboard Worlds um insgesamt 30.000 Dollar Preisgeld zu kämpfen. Mit einer speziellen Seilzuganlage werden die Fahrer über das komplette Stadionbad gezogen. Sogenannte „Obstacles“ in Form von Kickern und Rails liegen dann bereit, um die einzelnen Becken zu verbinden. Für einen Tag entsteht so ein über 300 Meter langer Parcours, der auf der Welt einmalig ist. Das Freibad wird zur Wakeboard-Arena.

Lukas, erzähl' uns doch mal - Skateboarden kennt jeder und auch Wakeboarden ist mittlerweile einer breiten Masse ein Begriff. Doch was hat man sich unter Wakeskaten vorzustellen?
Das Wakeskaten führt genau diese beiden Sportarten zusammen. Eigentlich mag ich den Vergleich nicht, aber man kann es sich wie Skateboarden auf dem Wasser vorstellen. Das Wakeskate hat keine Bindungen und ist etwa ein Drittel kleiner als das Wakeboard. Man steht lediglich mit ganz normalen Sneakers drauf, den nötigen Halt bietet dabei das Griptape. Es gibt Wakeskates aus Holz oder aus Hartschaum ähnlich wie beim Wakeboard. 

Warum sollte man Wakeskaten unbedingt ausprobieren? Was braucht man dazu und wo ist das möglich?
Es geht beim Wakeskaten nicht nur ums Wakeskaten, es geht viel mehr um das ganze Drumherum. An sonnigen Tagen kann man mit seinen Freunden am See abhängen und nebenbei noch ein bisschen Sport treiben. Wenn man das Wakeskaten erlernen will, braucht man nur seine Boardshorts einzupacken und zur nächsten Wakeboardseilbahn zu fahren. Es gibt in Deutschland mittlerweile 65 solcher Seilbahnen. Die meisten bieten einen Anfängerkurs an, dort kann man unter Gleichgesinnten das Wakeskaten erlernen. Die Kurse dauern in der Regel zwei Stunden, doch die meisten haben den Dreh schon nach wenigen Versuchen raus. Also keine Angst, es ist wirklich ganz easy!

Welche Tricks sind für Einsteiger geeignet und was ist dann die „hohe Schule“ des Wakeskaten?
Wie auch beim Skateboarden sollte man zuerst mit den Basics anfangen. Zu den Grundtechniken zählt definitiv der Olli. Ohne den Olli geht leider gar nichts. Wenn der Olli sitzt, kann man sich am Shuvit oder am Kickflip versuchen. Zur "hohen Schule" des Wakeskaten zählen Tricks wie der 360 Flip oder bs Gazele. Viele Skateboarder können sich das nicht vorstellen, aber mit dem Wakeskate kann man beinahe die selben Tricks machen wie mit einem normalen Skateboard. 


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