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SUMO


KAMPF DER GIGANTEN
Sushi gehört schon fast zur Deutschen Küche, und da kommen die Japaner eben mit dem nächsten 'Exportartikel': Sumo! Anhänger gibt es Hierzulande mittlerweile aber schon mehrere und das mit stetig steigender Tendenz. Aus diesem Grund finden in diesem Jahr zum vierten Mal die Sumo-German-Open statt- ein Event, der schwer beeindruckt.
Aussehen tun sie wie überdimensionale Windelscheißer, dahinter stecken jedoch zwei Meter Riesen, die mit ihrem Gewicht jede Personenwaage zum explodieren bringen. 200 kg zu bewegen erfordert schon Übung, damit auch noch Sport zu treiben, grenzt für uns Normalsterbliche ans Unmögliche. Doch lasst es euch gesagt sein: Nichts ist unmöglich-Sumotori! Sumotori sind diese netten dicken Männer, die sich in einer halben Hocke gegenüberstehen, und versuchen sich aus dem Kreis zu schmeißen. Mit einem Durchmesser von 4,55 Meter bleibt da nicht so viel Platz, was die 'Rangelei' um so spannender macht. Einer der vielen Rettungsringe, die die Sumotori am Körper tragen, ist aus Stoff und heißt Mawashi. Unter diesem Band tragen die freizügigen Kämpfer lediglich ein Hüfttuch. O la la!
Namen, wie AKEBONO, TAKANOHANA oder TAKANONAMI sind in Japan so bekannt, wie SCHUMI, 'Bin ich schon drin'- BORIS oder LODDER MATTHÄUS bei uns. Aber auch wir haben richtige Profisumotoris aufzuweisen. Der Brandenburger JÖRG BRÜMMER z.B. erzielte etliche erste Plätze auf internationalen Wettkämpfen und nahm 1998 sogar den Weltmeistertitel mit nach Hause. TORSTEN SCHEIBLER aus Berlin erzielte mittlerweile ebenso des öfteren große Erfolge und kann sich mehrfacher Europameister schimpfen.
Sumo-Ringen ist nicht nur ein Sport, sondern eine Lebenseinstellung, erfordert es doch jahrelanges Training und eine spezielle Ernährung. So muss ein jeder Sumotori beispielsweise einen Spagat beherrschen. Einst als religiöse Vorstellungen für die Shintogötter im traditionellen Nippon gedacht, entwickelten sich die Kämpfe bis dato zu Japans beliebtestem Nationalsport. Die Regeln beim Sumo-Ringen sind einfach gestrickt. Erlaubt sind ca. 70 Techniken bestehend aus Stößen (Tsuji), Schieben (Oshi) und Griffen (Yori). Boxen und Tritte gegen Bauch, Brust, Kopf, sowie den Genitalbereich sind verboten. Als Verlierer gilt, wer sich aus dem Kreis drängen läßt, oder den Boden mit einem anderen Körperteil als den Füßen berührt. Durchschnittlich dauert eine Begegnung nicht länger als eine Minute.
Auch in diesem Jahr finden in Berlin wieder die Sumo-German-Open statt. 'Offen' oder 'Open' bdeutet, dass auch internationale Mannschaften zugelassen werden. Für den bevorstehenden Event werden Teilnehmer aus bis zu 30 Ländern erwartet. Seit 1996 stieg die Besucherzahl dieses enormen Spektakels so stark an, dass der Austragungsort von der Kongresshalle am Alex in das Erika-Heß-Eisstadion (Fassungsvermögen: ca. 3000 Personen) verlegt wurde. Das findet ihr in der Müllerstr. 185 im Wedding.
Aber aufgepasst, denn am 01. April bebt die Erde!


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