- Text: Holger Hoffmann
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movienight
of extremesports
Es ist schon irgendwie alles wie damals.
Als man im zarten Alter von fünf seine Nase an der Scheibe des IKEA-Spielparadieses plattgedrückt hat. Alles war unglaublich bunt. Die da drinnen hatten Spaß und man selber durfte nicht mitspielen. Angeblich war das zu gefährlich in dem Alter und man könne in den Wellen der bunten Kugeln untergehen. Heute sitzt man im Kino und ist von der schönen bunten Spielewelt da draußen durch eine Leinwand getrennt. Das hat durchaus seine guten Seiten. Die Kinosessel sind sicherlich bequemer als die Holzplätze der Schweden und auch die Nase wird nicht so kalt. Doch ob das allein den Nachteil aufwiegen kann? Den großen Nachteil nämlich, dass das, was die da drinnen spielen, so unglaublich viel toller ist als in bunten Kugeln zu planschen. Ihre Wellen sind nämlich aus Wasser oder Unmengen feinsten Tiefschnees. So zu sehen bei der 'Movienight Of Extremesports', die zurzeit durch Deutschland tourt. Genauer gesagt bedeutet das pro Stadt genau 90 Minuten Erwachsenenspiele verpackt in die Filme 'Oxbow People' und 'Storm'. Denn nur einmal werden die Filme gezeigt, bevor die Karawane weiter zieht. Was gibt es nicht für schöne Spielplätze auf der Welt. Kalifornien, Hawaii, Tahiti und die Rocky Mountains - Orte, an denen die Rutschen und Schaukeln der Großen stehen. Statt Piratenschiffe zu erobern, springen Größen wie Parks Bonifay und Shaun Murry lieber hinter den schnellen Booten der Neuzeit auf ihren Wakeboards. Den Wind um die Ohren durch schnelle Runden auf dem Karussell tauschen Josh Stone, Matt Pritchard und Web Pedrick gegen die wahrlich nicht minderstarken Böen auf dem Wasser ein. Freestyle Windsurfing heißt das in diesem Falle. Auch Robby Naish und Flash Austin tauschen Eimerchen und Schippen gegen ihre Boards und Drachen beim Kiteboarden. Sicherlich die stärksten Kinder waren immer die, die es sich getraut haben von der Rutsche nicht zu rutschen, sondern zu springen. Diesen Sport professionalisiert hat wohl kein anderer mehr wie Felix Baumgartner. Er gehört zweifellos zu den besten Base Jumpern der Welt. Der Österreicher konnte 1999 gleich zwei Weltrekorde aufstellen. So sprang er in Kuala Lumpur vom höchsten Gebäude der Welt - 451 Meter und zum anderen in Rio den niedrigsten Jump mit 29 Meter von der Christo Redentor Statue. Was man noch so auf einem Spielplatz machen kann? Ganz klar: Im Dreck spielen. So wie etwa der mehrmalige Motocross Weltmeister Jean Michel Bayle. Doch selbst er würde verstummen angesichts der Bilder, die es von Laird Hamilton zu sehen geben wird. Am 17. August 2000 wurde in Teahupoo/Tahiti Surfgeschichte im Bild festgehalten. Am besagten Tag wurde der Tow-in Pionier zur - bei allem was zählt - schwersten jemals gerittenen Welle gezogen. Allein diese Aufnahme ist sicherlich den ganzen Film wert. Ganz so schlimm wie damals bei den Elch-Spielverderbern ist es jedoch nicht, ein bisschen spielen darf man schon. Im Foyer des Kinos wartet ein Surfsimulator zum ausprobieren des Gesehenen und ein wenig Glückspiel in Form einer großen Verlosung gibt es auch. Wer weiß, vielleicht ist ja auch ein Regal zu gewinnen. Für alle diejenigen, die sich das Spielen nicht verbieten lassen wollen, haben wir eine kleine aber feine Liste von Events zusammengestellt, auf denen ihr, selbst wenn ihr nicht direkt mitspielen, doch sicherlich viel Spaß haben könnt.
Die Termine (jeweils im Cinestar):
17.01. Hamburg Spezial *** 19.01. Berlin, Potsdammer Platz CineStar *** 20.01. Rostock *** 21.01. Bremen *** 23.01. Garbsen *** 26.01. Bielefeld *** 27.01. Dortmund *** 29.01. Oberhausen *** 30.01. Erfurt *** 02.02. München *** 03.02. München *** 05.02. Augsburg *** 06.02. Villingen-Schwenningen *** 09.02. Saarbrücken *** 10.02. Karlsruhe *** 12.02. Frankfurt/M *** 13.02. Mainz *** 17.02. Leipzig *** 19.02. Chemnitz
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