Einleitung
Demodesaster: Musikalischer Selbstversuch
Musikkritik ist nicht immer losgelöst von persönlichem Gusto. Anschaulichstes Beispiel, das sogar in der Wissenschaft verankert ist: der MozarteffektTM. Spiel Deinen Kindern klassische Musik, bestenfalls Mozart, vor und sie werden schlau. Funktioniert? Nix da! Was mit einer einfachen Studie Frances H. Rauschers vor knapp 20 Jahren begann, zeigt einzig: Auch heute noch wird Pop- und Rockmusik teils nur voreingenommen mit der Kneifzange berührt und kann man Eltern so ziemlich jeden Schnurkes andrehen. Nachfolgende Untersuchungen zeigten nämlich: Kognitive Leistung wird durch ziemlich alles kurzfristig verbessert, was uns positiv stimmt: Franz Schubert, Philip Glass, Blur, Aqua, Schokolade, Kaffee. Im Selbstversuch pappten wir uns daher Elektroden an die Stirn, hörten die Demos des Monats durch, um danach Kopfnussaufgaben zu lösen.
Alle Texte: Maik Werther
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Desona: Anthem For The People
vom 5.7.2011
Wenn man bedenkt, dass Desona mit "Anthem For The People" erst ihr Debüt vorlegen, ist hier schon eine Menge Abgeklärtheit zu spüren. Teils im positiven, teils im negativen Sinne. Regionalliga ist das jedenfalls nicht mehr. Alternative Rock, der bombastisch und technisch hochbrillant daher ...
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Dazaa Dazaa & The Springwater: Come To Me
vom 5.7.2011
Eine WM ist immer auch ein kulturelles Großereignis, bei dem alle Nationen dem ledernen Rund huldigen. Vielleicht noch vor Fußball ist Musik eine Sprache, die auf der ganzen Welt gesprochen wird. Dazaa Dazaa & The Springwater sind da bestes Beispiel. Ein nigerianischer Sänger, ein ...
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VOON: THE LAST TIDE
vom 25.5.2011
Im vergangenen Jahr als Nachfolger zu Of Quiet Walls gegründet, versuchen sich Voon aus Chemnitz nun gleich am ganz großen Wurf: der apokalyptischen Konzeptplatte. Der Mond ist auf die Erde gestürzt, die Menschheit weitestgehend ausgelöscht, es herrscht ewige Dunkelheit. Passend dazu lassen ...
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PONTO: DEMO
vom 25.5.2011
Ponto hören sich so an, als wenn Nirvana heute Indie-Rock machen würden. Nicht so lässig wie die Arctic Monkeys, dafür räudiger. Nicht so hibbelig wie Bloc Party, dafür düsterer. Und trotzdem ebenso behände. Der Drummer zeigt jedenfalls eine echte Glanzleistung, wie er da so die Variationen ...
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MINUTES FROM MEMORY: FREE, FAR
vom 25.5.2011
Minutes From Memory haben uns kalt erwischt. Zuerst sind wir noch am Mäkeln. Ja, ganz nett soweit. Irgendwas alternativ Metallisches. Kennen wir. Die Stimme der Sängerin Marta scheint aber - leicht harmonisiert, irgendwie gepitcht oder gedoppelt – nicht wirklich reinzupassen. Da ist vieles zu ...
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GLOWS: ABOUT THE PAINTER AND THE INSANE
vom 25.5.2011
Viele Musikredakteure trauern derzeit, da die einstigen Neuerer des vertrackten Post-Rock – Dredg – nun doch glatt ihre musikalische Seele dem Teufel Pop verkauft haben. Pfui Spinne aber auch! Was für ein Glück für Glows, die hier ihre Chance als Tröster wittern. Die junge Band aus Berlin ...
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FRIEDEMANN WEISE: KEINE SONGWRITER EP
vom 25.5.2011
„Der geistige Führer der deutschen Satire-Pop-Szene“ schickt sich an, das musikalische Erdenrund zu erobern. Was wie Größenwahn wirkt, erweist sich umso glaubwürdiger, je länger wir dem Kölner Witzminister und Possenkönig in Personalunion lauschen. Da wird auch schon mal über all die ...
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CIRQUE ROYAL: WE COME IN PEACE
vom 25.5.2011
Wahnsinn! Was für einen Infotext haben sich Cirque Royal denn da verfassen lassen? Auf „We Come In Peace“ öffnen die Konstanzer demnach nämlich die „Büchse der Pandora“ und „oszillieren mit Delay, Druck und Dynamik schlafwandlerisch sicher zwischen Fiebertraum und tragikomischer ...
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AND STILL I CHASE THE SUN/ENTRY OF A DIARY: AURORA SPLIT EP
vom 25.5.2011
Bekanntlich schaffen es nur acht Bands ins Demodesaster. Heute sind es mal neun. Zauberwort des Ganzen: Split-EP! Ganz schön geschickt. And Still I Chase The Sun haben sich ihre Kumpels von Entry Of A Diary zur Unterstützung geholt und uns diesen schwergewichtigen Boliden vor die Tür gerollt. ...
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CONFUZIO: IN 1000 FARBEN
vom 28.4.2011
Mit Musikgenres ist das so eine Sache. Confuzio machen laut eigener Aussage Indie, was zunächst so schwammig wie unbestimmt bleibt, höchstens einen schielenden Blick Richtung Großbritannien vermuten lässt. Zwischendurch driften die Dresdner Jungs zwar auch in diese ausgetretenen ...
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