- Text: Timo Richard
- Label: Virgin
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Jamie T.
Kings And Queens
Bisschen Popkultur-Geseier gefällig? Bitteschön: Jamie T. ist die personifizierte Postmoderne, die Krone des musikalischen Recyclings. Denn auch sein zweites Album "Kings And Queens" hat der Junge aus Wimbledon wie ein Lego-Duplikat der perfekten Pop-Platte aus vielen bunten Sample-Bausteinen zusammengesetzt und sich größtenteils gegen gute, alte, handgemachte Musik... ach, vergiss es. Angesichts der Stilvielfalt der auf "Kings And Queens" verbratenen Soundschnipsel rudert der Schubladendenker zumindest ziemlich mit den Armen und der Kulturkritiker wundert sich. Bei allem Gebastel und Geklaue sind es nämlich Mister T.s untrügliches Gespür für die lustigste Hookline und den britischsten Rap seit Mike Skinner, die die elf Songkonstrukte auf "Kings And Queens" zu lupenreinen Pop-Perlen veredeln. Jamie T. drückt jedem Sample und jedem Loop seinen eigenen, einwandfrei identifizierbaren Stempel auf. Musik-Tuning vom Fachmann.
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