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Bild: Tegan And Sara
  • Text: Christine Stiller
  • Label: Sainthood
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Tegan And Sara
Sainthood


Pop – eine Liebeserklärung. Sind es nicht die einfachen Dinge, die uns glücklich machen?! Rodeln mit Schwips. Pommes mit Ketchup und allen voran ein guter Pop-Song. Tegan And Sara haben gleich 13 davon auf ihre neue Platte gepackt und so mit ihrem mittlerweile sechsten Album ein Glanzstück voller Hits gezaubert.

In ihrer Heimat wurden sie vor mehr als zehn Jahren als zarte, schlaue Indie-Pop-Prinzessinnen bekannt. Bis zum heutigen Tag haben sie sich stetig weiterentwickelt. Auf "Sainthood" bündeln sich forsche E-Gitarren, treibende Drums und ungewohnt extrovertierte Synthie-Sounds zu einem schon fast unverschämt melodiösen Ganzen. Stapelten sich auf dem Vorgänger "The Con" noch unzählige Tonspuren übereinander, klingt "Sainthood" viel offener und aufgeräumter, trotzdem aber größer. Das kauzige "The Con" durchzuhören - bei schlechter Tagesform war das ohne Aspirin bald nicht möglich. Auf "Sainthood" wird weniger herumgekünstelt. Doch trotz eklatanter Pop-Essenz liegen zwischen Tegan, Sara und banalem Mainstream-Gewackel natürlich Welten und zahlreiche IQ-Punkte. Mit "Sainthood" wird clever geliebt und geistreich gelitten. Ist man sich selbst mal wieder der größte Feind, dürfte ein guter Pop-Song Linderung verschaffen. Oder besser gleich 13 davon.

Text: Henrike Soltau


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