- Text: Fabian Soethof
- Label: Same Same But Different/Warner
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Turbostaat
Das Island Manöver
Dorfenge, tötende Blicke, Schlägereien, Inzest, Fluchtgedanken, Meuchelmorde, "Dreck im Idyll". Auch auf ihrem vierten Album "Das Island Manöver" skizzieren Turbostaat Endzeitszenarien eines Alltags, als ob sie eine norddeutsche Filmversion von "Tannöd" untermalten. "Ohnmacht und Scheitern ist Normalität" keucht Sänger Jan Windmeier im Eröffnungsplädoyer "Kussmaul". "Wenn der Sommer kommt, erwürg mich im Maisfeld", heißt es heute zur poppigsten Melodie eines an konventionellen Melodiestrukturen wieder erfrischend armen Albums. Frühjahrshits aus Flensburg oder alles beim Alten? Der gallekotzende Vorgänger "Vormann Leiss" war dadaistischer, trotzdem ist "Das Island Manöver" Stinkefinger, Faust, Punk gewordenes Waterboarding und bedrückender Soundtrack eines kaputten Acht-Millimeter-Streifens zugleich: "Am Ende vom Jahr nimmt er Deine Hand und geht mit Dir ins Watt. Hört sich traurig an, ist es auch."
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City Light Thief, Love A
18.02.2012
FLUX Klub - LIVE: City Light Thief, Love A @ Magnet Club - Berlin
