- Text: Hans Vortisch
- Label: Epitaph/Indigo
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Refused
The Shape Of Punk To Come
Als diese Scheibe 1998 rauskam, schlug sie ein wie eine Bombe - zumindest bei denjenigen, die ein offenes Ohr für die revolutionäre Abwendung vom traditionellen Hardcore der Band hatten. Was uns heute als grandioser Klassiker erscheint, war damals nämlich mehr als umstritten - der berühmte Schmähanruf "Refused are fucking dead!" auf Sänger Dennis Lyxéns Anrufbeantworter war durchaus ernst gemeint. Und bevor die Band mit dem neuen Material so richtig durchstarten konnte, hatte sie sich auch schon aufgelöst. Das alles lässt sich mit diesem dreiteilige Paket verfolgen, das nicht nur das Album enthält, sondern auch die fast schon tragische 50-minütige Filmdokumentation "Refused Are Fucking Dead" von 2006. Außerdem gibt's noch ein bisher unveröffentlichtes Livealbum. Der Mitschnitt eines Konzerts in Umeå von 1998 ist beinahe programmatisch für das baldige Ende der Band. So zeigt es die ganze Wucht und Energie, die Refused auch als Liveband so großartig machten. Das Konzert lässt aber auch ahnen, warum Refused sich bald danach auflösten: das Publikum ruft immer wieder nach den alten Liedern, anstatt das neue Material abzufeiern, die Jungs selbst verhackstücken ohne Not ihren bis dahin größten Hit ("Rather Be Dead"), und Dennis ergeht sich in launigen Ansagen, macht unpassende Vergleiche mit den Terroristen der Baader-Meinhof-Gruppe und stöhnt schließlich einen mäßig gut vorgetäuschten Orgasmus ins Mikro. Aber "New Noise" bläst immer noch einfach alles weg. Ein großartiges Stück Musikgeschichte.
Text: Hans Vortisch
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City Light Thief, Love A
18.02.2012
FLUX Klub - LIVE: City Light Thief, Love A @ Magnet Club - Berlin
