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Bild: IKARIA
  • Text: Gordon Gernand
  • Label: Cobretti/Broken Silence
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IKARIA
Luxembourg


„Luxembourg“ ist eine dieser Platten, die klingen, als wären sie in eine Leichenhalle aufgenommen worden. Ikaria leben in Berlin, das Album wurde in der schwedischen Einöde aufgenommen. Im Winter. Und so klingt es auch. Unterkühlter, schneidiger, gotischer Indie-Pop-Rock, geschult an den einschlägigen Referenzen der vergangenen Jahrzehnte. Schön ist der Wille zum Hymnenrefrain, nicht schön hingegen die Tatsache, dass ihnen ständig schiefe und ungelenke Melodien dazwischen grätschen. In „Fragile“, dem besten Song, haben sie den dunkle-verrauchte-Bar-Blues, den sie mit einem schönen Ohrwurmchorus kreuzen. Im Rausschmeißer „Seven Spires“ werden sie theatralisch und spielen vor dem geistigen Auge in einem Varieté, in dem nur die Notbeleuchtung an ist. Der große Rest reicht zur Beschallung einer Kellerparty.
Text: Gordon Gernand


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