- Text: Tito Wiesner
- Label: Warner
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Bewertung:
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Serj Tankian
Imperfect Harmonies
Die Zeichen für eine System Of A Down-Reunion im nächsten Jahr verdichten sich zunehmend, zuvor veröffentlicht Band-Kopf Serj Tankian aber sein zweites Soloalbum - und emanzipiert sich damit erfreulicherweise von der Hauptband. Funktionierte sein Debüt "Elect The Dead" noch fast durchgängig nach der System-Formel, ist diesmal mehr Vielseitigkeit angesagt. Natürlich ist Tankians Stimme unverkennbar, der armenische Folk ebenso präsent wie die Stakkato-Riffs, Nu-Metal-Keulen ebenso dabei wie Alternative-Disco-Kracher. Aber die Spanne reicht weiter - Tankian singt melancholisch und nachdenklich, dramatische Orchester-Passagen und gefühlvolle Midtempo-Arrangements brechen das Lärm-Melodie-Konzept immer wieder auf, Nine Inch Nails-artige Elektro-Kracher und Computer-Sounds stehen neben Hits mit Weirdo-Pop-Appeal. Das ist keine Ersatzdroge mehr für gelangweilte System Of A Down-Jünger, sondern ein großartiges und vielseitiges Roc-Aalbum, das auch ganz ohne Vergangenheits-Vergleiche funktioniert.
Text: Tito Wiesner
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