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Bild: Carl Barat
  • Text: Britta Arent
  • Label: Arcady/PIAS
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Carl Barat
Carl Barat


Wird es ein neues, drittes Libertines-Album geben? Die Frage ist ungefähr so egal wie spekulativ, denn: Sänger Carl Barât legt nach dem Libertines-Ende, seinem zwei Alben umspannenden Intermezzo mit Dirty Pretty Things und vollzogener Live-Reunion mit seinem Jetzt-wieder-Sidekick-Pete Doherty sein Solodebüt vor.
Wie eine verstaubte Spieluhr leiert "The Magus" los und versprüht sogleich jenen viktorianischen Romantizismus aus verstaubten Samtvorhängen, behüteten Kreaturen und britischen Idealen, der Barât seit jeher fasziniert und beeinflusst hat. Trotz gelegentlichen Ausflügen in an The Jam gemahnenden Territorien und flirrendem Indie ist das hier das Gegenteil vom Libertine'schen Kontrollverlust und Wahnsinn. Es hagelt wohlformulierte und behutsam aufgebaute Storylines, stets sorgsam arrangiert und instrumentiert. In diesen beschaulichen Momenten kommt Barâts erzählerische Stärke vollends zum Tragen. "Carve My Name" und "The Fall" sind so prächtig und Musical-haft wie nichts zuvor in Barâts Schaffen - und beindruckender Beweis, dass Carl es auch allein kann.
Text: Britta Arent




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