- Text: Florian Hayler
- Label: Warner
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Beatsteaks
BOOMBOX
Nein, Arnim Teutoburg-Weiß hat seinen letzten Urlaub nicht mit Trent Reznor auf Jamaika verbracht, Bernd Kurtzke war nicht bei Lux Interior am Grab und Thomas Götz fährt zwar Vespa, hat aber trotzdem keinen Madness-Patch am Parka. Woher auch immer die das neue Album begleitenden Offbeat-Einflüsse und die sternförmig ausbrechenden Klang-Gewitter stammen mögen, eines steht wieder einmal fest: Die einzig gültige Referenz für den Sound der Beatsteaks sind die Beatsteaks selbst. Auch auf ihrem Post-Pausen-Brot „Boombox“ parken die fünf eine angenehm abwechslungsreiche Hit-Sammlung, mit ausreichend Frischfutter für Mädchen, hungrige Ragga-Muffins und Punks. Größte Errungenschaften des Probierkollektivs sind neben brav am heimischen Keyboard geübten Piano-Partituren und schicken Surf- und Pet-Sounds vor allem das noch immer heftige Umgarnen von Gitarre, Bass und Schlagzeug, dem bekanntlich besten Trio der Welt. Zur vollen Blüte verhilft dem organisch umgepflügten Klanggarten allerdings Sänger Teutoburg-Weiß, dessen zart getoastete und fresh gereimten Gesangspflänzchen an einer stattlichen Tonleiter empor klettern können, ohne dabei abzuschmieren. Auch die traditionell ans Mikro gebetenen Kollegen Kurtzke und Baumann dürfen wieder mitsingen, wobei letzterer die Metamorphose zum akzentfreien Native-Speaker endgültig abgeschlossen haben dürfte. Willkommen also zu einer weiteren Saison im Beatsteaks-Camp, der definitiv schönsten Zeltstadt diesseits der Gleise.
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