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Bild: HipHop

HipHop
splash!-Mag Kolumne


Nachdem das HipHop-Jahr standesgemäß verhalten begann, erwachen die Rapper dies- und jenseits des Atlantiks aus ihrem Winterschlaf und tischen der geneigten Sprechgesangshörerschaft die ersten Früchte des Jahres auf.

Starten wir in der deutschen Rap-Hauptstadt Berlin, wo Prinz Pi nach der „Achse des Schönen“ an der Seite des Wiener Beatmachers Whizz Vienna, mit „Rebell ohne Grund“ nicht nur in kommerzieller Hinsicht einen Volltreffer landet. Seine bis dato stärkste LP, auf der er, getragen von der gelungenen organischen Instrumentierung, gekonnt zwischen satirischen Gesellschaftseinblicken und intimen Beziehungskisten changiert.


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In der Heldenstadt Leipzig ruft derweil Zirkusdirektor Morlockk Dilemma "Manege frei" und lädt zum „Circus Maximus“. Eine gewohnt geschmackvolle Komposition aus kompromisslosen Kampfansagen sowie archaischen Gleichnissen und damit ganz klare A-Liga-Angelegenheit. Auch wenn ich mir persönlich mehr Experimentierfreude in puncto Beatauswahl gewünscht hätte!

Im Zuge des splash!-Mag/SAE Beat Fights, eines Ende Januar veranstalteten Producer-Live-Battle, sei ausdrücklich an das von DJ Breaque und DJ Rufflow gemischte Mixtape verwiesen, das auf splash-mag.de bereit steht und die Chance bietet, alle Beiträge auf der Heimanlage zu genießen.

Der bei diesem Battle überraschenderweise in der 1. Runde gescheiterte Brenk, werkelt aktuell mit keinem geringeren als der Westcoast-Legende MC Eiht an einem Album. Das Video „Where U Going 2“ lässt die Erwartungshaltung für die LP ins Unermessliche steigen. Wenn wir schon bei Westcoast-Legenden und Erwartungen sind, darf „Detox“ nicht fehlen, für das Dr. Dre nun schon die zweite Auskopplung präsentiert. War „Kush“ noch der appetitmachende Clubbanger, so ist der epische Werbeclip zu „I Need A Doctor“ mit Der-Protegé Eminem nach dem berechnenden Muster der Shady-Stadionhymnen gestrickt und eher was für die Radio-Energy-Playlist.

Das absolute Westküsten-Hype-Thema Odd Future, wird im Heft bereits an anderer Stelle ausführlicher aufgegriffen. Massig Stuff der juvenilen Schandmäuler mit Skate-Punk-Attitüde und ausgeprägtem Faible für Def-Jux/Anticon-Beatästhetik findet sich via oddfuture.tumblr.com und kann an gleicher Stelle runtergeladen werden. Rüber nach New York: Mit „Shaolin vs Wu-Tang“ misslingt Raekwon leider das Kunststück, die ausnahmslos hohe Qualität des Vorgängeralbums „OB4CL2“ zu halten. Ähnlich durchwachsen und halbgar, wie das letztjährige „Wu-Massacre“ an der Seite von Method Man und Ghostface. Dabei hat letztgenannter mit „Apollo Kids“ doch kürzlich erst vorgemacht, wie ein anständiges Wu-Album anno 2011 klingen sollte.

Text: Benjamin Mächler


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