- Text: Florian Hayler
- Label: Island/Universal
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Mona
Mona
Wer Eltern dieser Tage nach ihren Blagen rufen hört, wird feststellen: Es ist schwer hip, dem eigenen Nachwuchs die Vornamen der lieben Großeltern zu schenken, weshalb sich in rund 18 Jahren mehr Luises und Gustavs mit dem Auto um die Bäume der Landstraßen wickeln werden als Olivers oder Susannes. Auch Mona-Frontmann Nick Brown dachte bei der Taufe seiner Band in traditionellen Mustern, weshalb in rund 18 Monaten der Name seiner Omi von den Leuchtreklamen der O2-Worlds leuchten dürfte, daran besteht kaum Zweifel. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis das Quartett aus Nashville auf Grund ihrer gnadenlos eingängigen Songs in der Liga von U2 oder den Kings Of Leon kicken und dabei wesentlich besser aussehen wird, den weißen V-Neck-Shirts und den Knieschoner-verstärkten Rohrhosen sei Dank. Aber auch ohne die optischen Reize haben Mona einiges zu bieten. Ihr Punk-veredelter und hymnisch hallender Indie-Rock wirft sein Netz quer in die Fan-Lager der derzeitigen Hit-Combos aus. So dürfen die befreundeten Kings Of Leon genauso als maßgebliches Fangrevier herhalten wie die stillen Gewässer des zukünftigen Tourvaters Morrissey oder die räudigen Flussläufe von The Gaslight Anthem. Wenn eine Band mit ihrem Debütalbum ein derart ambitioniertes und komplett stimmiges und stimmungsvolles Werk vorlegt, darf man ihr getrost eine glückliche Zukunft prognostizieren - es sei denn, sie enden vor lauter jugendlichem Übermut am gleichen Baum wie Luise, Gustav und Co.
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