- Text: Thomas Müller
- Label: Matador/Beggars/Indigo
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Fucked Up
David Comes To Life
Punkrock-Oper mit Unterschichten-Romantik, war da nicht mal was?! Aber bevor hier jemand mit absurden Plagiat-Vorwürfen kommt: Fucked Up haben schon Tierkreiszeichen [sic] in Konzeptalben vertont, da galten gewisse Pop-Punk-Trios aus Berkeley noch als Auslaufmodell. Ganz unabhängig von Green Days The Who-Tribute, doktern die sechs Kanadier schon länger mit Legierungen aus Hardcore-Punk und psychedelischen Gitarrenflächen herum. Im Grunde haben Fucked Up auch für ihre dritte LP, ein Konzeptwerk über eine Working-Class Liebesgeschichte im England der Siebzigerjahre, nichts an dieser Formel verändert, lediglich etwas feinjustiert. Geschwindigkeit etwas runter, Eingängigkeit und Schön-Gesang etwas nach oben. Dieser kommt nach wie vor nicht von der liebenswert vollschlanken Frontsau Damian, sondern von Gitarrist Ben und Bassistin Sandy. Damians Beitrag beschränkt sich weiterhin auf klassisch herzliches Black Flag-Geshoute und bildet nach wie vor den Anker im teils recht überwogenden Fucked Up-Ozean. Trotz der für 78 Minunten Spielzeit amtlichen Hitdichte, kann man sich die Luft für das Sellout-Geschrei also sparen und ins Mitgrölen von "The Other Shoe", "Truth I Know" und all der anderen Kleinode investieren. Auf geht's: “We're dying on the inside, dying on the inside...!”
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