- Text: Tito Wiesner
- Label: Dine Alone/Cooking Vinyl/Indigo
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City and Colour
Little Hell
Hat Herzblut etwas mit Lautstärke zu tun? Wohl kaum, wenn man Dallas Green als Referenz nimmt. Er wurde berühmt durch die Hardcore- und Punkrock-Hymnen seiner Band Alexisonfire, läuft jedoch der Hauptband mit seinem ruhigen Solo-Projekt City And Colour langsam aber sicher vor allem auch in punkto Intensität den Rang ab. Schon für das letzte Album gab es Platin in der Heimat Kanada, „Little Hell“ schreit nun förmlich nach weltweitem Charterfolg. Green ist nicht der typische Punkrock-Singer/Songwriter, der stümperhafte Experimente mit der Akustik-Gitarre macht, sondern ein Musiker, der Leidenschaft und Wut, Liebe und Verzweiflung in wunderbar warme, analog aufgenommene Töne taucht - mal düster und nachdenklich, mal Country-lastig mit Pedal-Steel-Gitarren, dann wieder mit brüchiger Stimme oder mit dynamischer Aufbruchsstimmung und Blues-getränktem Rock. Beeindruckend, wie viel Emotion auf ein Album passt.
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