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Bild: Casper
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  • Label: Four/Sony
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Casper
XOXO


Es kommt selten vor, dass sich Presse-Vertreter der verschiedenen Genres im Vorfeld einer Veröffentlichung so einig sind. Egal, ob Rock oder Rap-Schreiberling: "XOXO", das zweite Studioalbum von Casper soll HipHop wahlweise retten oder wieder salonfähig machen. Und so verliert sich jegliche Objektivität zwischen all den Vorschusslorbeeren. Tatsächlich fühlt sich "XOXO" aber wie das Ende einer Reise an. Denn während Benjamin Griffey auf seinen letzten Veröffentlichungen inhaltlich und soundästhetisch noch auf der Suche zu sein schien, ist sein zweites reguläres Album wie aus einem Guss. Selten führte die Kombination von Rock- und Rap-Elementen zu so einem schlüssigen und vor allem eigenständigen Soundbild und selten war Rap auf Deutsch zugleich lyrisch, emotional und trotzdem nicht aufgesetzt und anstrengend.

Auch wenn der Vergleich zunächst nicht treffend erscheint: Casper macht da weiter, wo Sido einst aufgehört hat und wird zur Stimme der Jugend. Diese Jugend wohnt vielleicht nicht im berühmt-berüchtigten Block, sondern im Bielefelder Reihenhaus, aber es gibt sie. Die Musik-Presse kann sich weiter von Referenz zu Referenz hangeln und schreiben was sie will. Dieses Album ist für die Kids, sie werden es verstehen und fühlen. Für sie ist "XOXO" gemacht und sie werden diese Platte zu dem machen was sie ist: ein Klassiker jenseits aller Genregrenzen.

Text: Julian Gupta


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