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Text:
- Label: 4AD/Beggars/Indigo
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St. Vincent
Strange Mercy
Inmitten einer Menge verstörter Rock-Fans steht Annie Clark alias St. Vincent und zerschlägt genüsslich eine Gitarre. Das macht sie nicht, um jemanden zu ärgern. Es ist einfach ihre Art, mit einer Gitarre umzugehen. Und wenn ich "zerschlagen" schreibe, dann meine ich damit nicht "zerstören", sondern "befreien". St. Vincent zieht das Instrument raus aus dem Sumpf der Klischees, in dem es feststeckt, und nimmt es mit auf eine Reise, in der es einen neuen Reiz erfährt aber auch Elektronik eine Rolle spielt. "Strange Mercy" definiert sich dadurch, wie es scheinbar Paradoxes vereint: Gitarren-Riffs, untermalt von Beats und zersetzt von wummernden Bässen und Noise-Collagen. Darüber legt Clark ihren melodieverliebten Gesang, der hier noch das gewöhnlichste ist und doch am meisten Kontraste setzt. Wirklich interessante Alben werden seltener. Dieses gehört zu ihnen.
Text: Jan-Niklas Jäger
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