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Text:
- Label: Hopeless/Soulfood
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Samiam
Trips
Sieben Lieder lang fühlt man sich tatsächlich wie auf einem Trip, denn die großen Punkrock-Melancholiker Samiam haben die erste Hälfte von "Trips" mit Hits gepflastert, denen es an nichts mangelt. Der Opener "80 West" zieht mit manischer Energie in ein Album, das an die großen Würfe der Bandkarriere anknüpft – auch wenn das was folgt oft eher Indie- als Punkrock in Reinform ist, mehr They Might Be Giants als Minor Threat. Alles so schön bunt hier. Aber der Trip hält nicht auf Albumlänge, denn Samiam schwächeln im letzten Drittel spürbar, klingen plötzlich nach schmalbrüstigen Foo Fighters und die in den ersten Songs so treffsicheren Hooks verfehlen irgendwie ihr Ziel – das Herz des Hörers. Das ist nach den ersten Songs allerdings so voller Glückseligkeit, dass es diese Fehlschüsse verkraftet. Und dann schmeißt man den Trip(s) eben noch mal neu ein.
Text: Richard Solms
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