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Bild: Oathbreaker
  • Text: Hans Vortisch
  • Label: Deathwish/Indigo
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Oathbreaker
Mælstrøm


Ein Wahnsinnsdebütalbum legen Oathbreaker aus Belgien vor. Ihre selbstbetitelte EP war 2008 bereits überzeugend, aber "Mælstrøm" ist eine derart ausgereifte Arbeit, wie man sie eher von einer älteren Band erwarten würde. Der Vierer aus Ghent spielt modernen metallischen Hardcore ähnlich wie Cursed oder Converge (Kurt Ballou hat die Scheibe auch gemischt), ist aber dabei durchaus eigen. Die unheimlich versierte Gitarrenarbeit schreckt auch vor Solofüllern nicht zurück. Interessant ist auch das niederknüppelnde Gesamtkonzept - die Texte sind durch Tarotkarten inspiriert und geben dem ganzen eine düstere, taumelnde Stimmung. Der Knaller ist aber, dass hinter dem brachialen, zornigen Gesang eine Sängerin steht (ja, die Haare auf dem Cover sind ihre!). Dass die nicht nur brüllen kann stellt eindrucksvoll der Albenausklang "Mælstrøm" unter Beweis, bei dem akustische Gitarren und glockenklarer Gesang zusammenkommen. Am besten sind Oathbreaker aber tatsächlich, wenn die Verstärker bis auf 11 aufgedreht sind - also praktisch auf der ganzen Platte.


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