- Text: Thomas Müller
- Label: Unterm Durchschnitt/Broken Silence
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Adolar
Zu den Takten des Programms
Ganz ähnlich dem gleichnamigen ungarischen Kult-Comic-Helden, haben es Adolar aus Leipzig geschafft, sich mit Genie und Witz in die Spitzengruppe ihres Genres zu spielen. Die Schnittmenge des letztjährigen Debüts aus Indie, Punk und vertracktem Screamo, wie er Anfang der vorigen Dekade sehr beliebt war, fand auf Anhieb Freunde. Die Meister der Vertonung von Alltagsdialogen legen nun direkt nach. Ein paar Kanten sind geschliffen worden, dafür gibt es die erwartbar große Orchestrierung mit Bläsern und Streichern. Ob sich da jetzt wirklich die oft gehörten Biffy Clyro-Vergleiche offenbaren, bei "Zum Geburtstag Alles Erdenkliche" Jimmy Eat World durchschimmern oder wie beim epischen Schlussstück "Wein ist meine Jacke" eher die Deftones Pate gestanden haben, ist bei der Hingabe und Qualität letztlich egal. Wie heißt es im Musik-Journo-Bashing des zweiten Songs „Schreib Etwas Auf“ so schön: "Ihr hört euch Platten an und schreibt etwas auf - jetzt mach schon!" Bitte sehr: Gut gemacht Adolar, Bienchen und setzen.
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