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Text:
- Label: Vagrant/Alive
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Thrice
Major/Minor
Die Genialität der meisten Bands scheint sich nach geraumer Zeit abzunutzen. Streitereien, Drogen oder das Absterben der anfänglichen Euphorie führen nicht selten irgendwann zu enttäuschenden Alben. Nicht so bei Thrice. Die denken auch nach 13 Jahren und acht Platten nicht den Bruchteil einer Sekunde daran, in der Belanglosigkeit zu versumpfen. Nachdem ihr herausragendes Album "Beggars" unglücklicherweise bereits Monate vor Veröffentlichung für jeden im Netz zugänglich war, steht das neue Werk nun unter einem besseren Stern.
Mit "Major/Minor" zeigen Thrice wieder einmal mühelos, dass sie eine der besten Post-Hardcore Bands der letzten 20 Jahre und über jeden Zweifel, ob sie vorherige Alben je toppen können, erhaben sind. Soll heißen: Trotzdem hier und da "Vheissu" oder "Beggars" in Ansätzen zu finden ist, wirkt das neue Werk der vier Kalifornier nie wie ein schnöder Abklatsch des Bekannten. Dank dem Anspruch der Band, sich kontinuierlich steigern zu wollen, ist ihr achtes Album auch ihr überzeugendstes geworden. Auf ausgesprochen zugängliche Hymnen wie "Anthology" folgen komplizierte Songstrukturen wie bei "Cataracts", auch wenn man den in der Bandbiografie erwähnten Einfluss von Mathcore-Bands wie Botch lange suchen muss. Etwas härter klingt die Platte tatsächlich, gleichzeitig ist sie aber auch weniger sperrig geworden. Prügelnd, ohne extrem laut zu sein, episch, ohne langatmig zu wirken und dabei im Ganzen eingängiger als alle Alben zuvor.
Text: Sarah Gulinski
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