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Bild: The Subways
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The Subways
Money And Celebrity


CONTRA:

Was ist denn hier schief gegangen?! Billy Lunn, Charlotte Cooper und Josh Morgan von den Subways hätten mit ihrer dritten Platte eigentlich bereit sein sollen für den ganz großen Wurf, stattdessen hängen sie sich am verblühten Indie-Rock der mittleren 2000er-Jahre auf. Der Quasi-Titeltrack "Celebrity" etwa klaut so dreist bei Bloc Partys "Banquet", dass man sich zunächst in einer Coverversion wähnt. Auch vor der blassen Kopie ihrer selbst machen die Subways nicht halt: So heißt der Hit "Oh Yeah" auf "Money And Celebrity" nunmehr "We Don’t Need Money", von Innovation oder Ironie nichts zu spüren. Und das sind noch die besseren Momente, der Rest vom Fest ist größtenteils enervierend und hysterisch, und was vor fünf, sechs Jahren noch als Unbekümmertheit für Sympathie sorgte, wirkt heute nur noch kindisch.

Text: Friedrich Reip


PRO:

Okay, okay, mit ihrem dritten Album haben sich die drei nicht gerade selbst neu erfunden. So was hat Madonna früher ständig gemacht und jetzt guckt euch ihre ekligen Muskelarme an. Nein, Pop-Chamäleon sollen andere spielen. Denn im Gegensatz zu all den nach Aufmerksamkeit lechzenden Medienopfern sind sich die drei Subways selbst treu geblieben. Das heißt, an Tempo haben sie nichts eingebüßt, an ihrer unverschnörkelten Rock'n'Roll-Qualität ebenso wenig. Ihre Texte sind gerade heraus, bodenständig und nah am Menschen und wer das zu simpel findet, kann sich ja auf einer anderen Party Freunde suchen. Kindisch? Sicher. Doch es gibt bekanntlich Schlimmeres. Vielleicht sollten wir alle ein bisschen öfter daran denken, dass das Gewebe schon noch früh genug zu hängen beginnt. Vorher feiern wir noch eine weitere Runde mit den Subways.

Text: Katja Taft


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