Osca
Come To The Other Side
Ein Einstieg, der an Serge Gainbourgs “Ford Mustang” erinnert. Sexy, jazzig getragen, klar popkulturell verankert, aber dennoch anders. Was Osca dann auch auszeichnet, ist der interessante Mix, der die Grenzen des Popgenres auszuloten weiß. Verführerische 20er-Jahre-Chansons, Loungemusik, allgegenwärtiger Pomp und jede Menge verruchte Extravaganz mit englischen und japanischen Texten über das Leben am Rand der freudvollen Selbstzerstörung. Überschwängliche Beschreibungen wie “Kunstpop” oder “Avantgarde” würden Begriffsneurotiker jetzt herbeisäuseln. Pure Laszivität verströmend, haucht Sängerin Yuka dann aber den teils komplexen Arrangements derart Seele ein, dass man an so mancher Stelle über den starken Kopfmusikanspruch hinwegsehen mag.
D-O-Double-Gizzle gibt: 8 fo’ shizzles
ANZEIGE
