- Text: Tim Kegler
- Label: Fat Wreck/Edel
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Bewertung:
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Tony Sly
Sad Bear
So traurig wie der namensgebende Bär vom Cover des dritten Soloalbums von No Use For A Name-Frontmann Tony Sly schaut, möchte man ihn am liebsten sofort knuddeln. Unter all den Punkrockern, die in den letzten Jahren den Zauber der Lagerfeuergitarre für sich entdeckt haben, ist Sly so etwas wie ein Pionier. Jeder seiner 12 Songs würde elektrisch verstärkt als flotte Melodycore-Perle wunderbar funktionieren, aber vielleicht hat es etwas mit Altersmilde zu tun, dass Sly sich mehr und mehr zu den ruhigeren Tönen hingezogen fühlt. Dank einer ganzen Armee von Begleitmusikern werden diese schüchtern klingenden Songwriter-Perlen mittels Klarinette, Banjo und Geige noch mit einem leichten Country-Touch versehen, der den Arrangements sehr gut zu Gesicht steht. Und dank Mithilfe alter Punkbuddies wie Fat Mike oder Joey Cape, dürfte jeder angegraute Spaßpunkbär an diesem entspannten Akustik-Punkscheibchen Gefallen finden.
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