- Text: Friedrich Reip
- Label: Sunday Best/PIAS/Rough Trade
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Bewertung:
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David Lynch
Crazy Clown Time
Das Solodebüt von David Lynch ist sicher vor allem für all jene interessant, die den Regisseur realtitätsverschobener Klassiker von "Twin Peaks" über "Lost Highway" bis "Mulholland Drive" für seinen so kalkulierten wie assoziativen Irrsinn verehren. Wenden wir uns also an eben diese Fans mit zwei wesentlichen Feststellungen: Erstens: "Crazy Clown Time" ist kein imaginärer Score, sondern klar songorientiert. Zweitens: Lynch bleibt seinem unterschwellig bedrohlichen, von irritierenden Schlieren und verunsichernden Brüchen durchzogenen künstlerischen Kosmos treu. Es dominiert düsterer Zeitlupen-Blues, Lynchs verschleppte Spoken Word-Vocals erinnern bisweilen an Lou Reed. Aber es gibt auch Überraschungen, böse wie das technoide "Strange And Unproductive Thinking" ebenso wie gute wie den griffigen Opener "Pinky's Dream", auf dem Karen O von den Yeah Yeah Yeahs zu hören ist. Spannend ist das Ganze somit allemal.
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