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Text:
- Label: earMusic/Edel
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Bush
The Sea Of Memories
CONTRA:
Schon klar, in welche Erinnerungen Herr Rossdale am liebsten eintaucht: an die Zeit, in der er eher als Musiker denn als Popsternchenbesamer berühmt war, an ein MTV, das Hits wie "Swallowed" rauf und runter spielte und an die vollen Hallen, mit denen er einträchtig "Glycerine" anstimmen konnte. Da sein letztes Projekt Institute nichts dergleichen reißen konnte, muss also das alte Vehikel Bush reanimiert werden. Mit zur Hälfte ausgetauschter Besetzung und von Bob Rock geschneiderter dicker Hose will Rossdale auch gleich beweisen, dass er das Rocken nicht verlernt hat. Jedoch kann alle Kraftmeierei nicht darüber hinwegtäuschen, dass gute Ideen hier gänzlich fehlen. Die Rocksongs riffen in sattsam bekannten Gefilden herum, die obligatorische Ballade bleibt blass. Revivalwelle schön und gut, aber die hier hätten wir nicht gebraucht.
Text: Robert Goldbach
PRO:
Surprise! Nach all dem Unsinn, den Gavin Rossdale in den letzten Jahren und vor allem nach der Zeit mit den großartigen Bush trieb, gibt es endlich nochmal was Sinniges vom Hübschen: Ein neues Bush-Album! Da werden sich jetzt viele erschrecken und voreilig urteilen. Aber: “The Sea Of Memories” ist nichts anderes als ein der Zeit angepasstes, ziemlich gutes Stück Musik – ein Update der bekannten Marke, quasi. Dabei muss man generell nichts vermissen: Die schlicht wirkenden Refrains, das epische Leiden Rossdales und als Umhang eine ziemlich dicke Rockstar-Produktion, die man mögen kann, es aber nicht muss. Insgesamt also mehr als solide, trotzdem nicht auf “Sixteen Stone” Niveau, was aber niemand verlangte und erwartete. Daher ist “The Sea Of Memories” ein rundes und vor allem gelungenes Comeback!
Text: Raphael Schmidt
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