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  • Text: Torsten Hempelt
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green day
american idiot


1994 war es, da stellte sich die Band um Billie Joe Armstrong in ein dem Film 'Einer Flog Über Das Kuckucksnest' nachempfundenes Irrenhaus, um das Video für den Song 'Basket Case' zu drehen. Es wurde ihr bis dato größter Hit, und leitete gleichzeitig das Neo-Punk-Revival mit ein. Zehn Jahre später fühlen sich Green Day offenbar in einem wirklichen Irrenhaus gefangen, in dem es vor 'American Idiot(s)' nur so wimmelt. Und was tut der gute Punker? Er nimmt einen Protestsong auf. Diese drei Kalifornier mit den lustigen Gesichtern gehen aber noch einen Schritt weiter - gleich ein ganzes Konzeptalbum ist es geworden. Eingeleitet von Titelsong und gleichzeitiger erster Single, werden auf 13 Stücken mit zahlreichen Unterkapiteln amerikanische Realitäten gesellschaftlicher, politischer und persönlicher Natur abgehandelt. Diesmal dabei: Kathleen Hanna von Bikini Kill/Le Tigre als Gaststar, sowie Einflüsse aus ruhigeren Gefilden, wie Songwritertum, Indie-Pop und dem reichen Fundus der mal wieder durchscheinenden Kinks. Selbst wenn vieles auf 'American Idiot' glatter und gemäßigter runtergeht als so manches Green Day-Frühwerk, so macht diese Platte erneut klar, wer die wahren Charakterköpfe und verdienten Größen US-Amerikanischen Melody-Punks sind. Und neben den Ramones, ALL bzw. den Descendents sind das eben immer noch mal wieder Green Day.


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