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Bild: THE FUTUREHEADS

THE FUTUREHEADS
THE FUTUREHEADS


Man will diese Platte eigentlich nicht mögen. Weil The Futureheads nach Bloc Party mit Maximo Park und Kaiser Chiefs dieses Jahr schon die vierte beste-Band-seit-was-weiß-ich-wann sind und man sich langsam fragt, ob den britannischen Blattmachern jemals die Superlative ausgehen. Weil das hier wieder schneller an Gang Of Four erinnert als man Wire buchstabieren kann. Und schließlich, weil man die doch ein bisschen arg sophisticated und mit typisch britischen Manierismen daherkommende, schwülstige A-Capella-Überfrachtung von 'Le Garage' oder 'Danger Of The Water' zunächst nur schwer ertragen kann und sie das Wort 'lucky' aussprechen wie es geschrieben wird. Will man diese Haltung aufrechterhalten, darf man das Futureheads-Debüt jedoch nur einmal, höchstens zweimal hören. Denn ist die Lunte einmal gelegt, gibt es kein Zurück; und gegen obige Thesen sprechende Gründe purzeln einem nur so zu. Die beiden wichtigsten: Für mitreißende Dreiminüter wie 'Carnival Kids' sollte, nein: muss!, eigentlich immer Platz in unseren Herzen sein. Und wer so eine fantastische Version von Kate Bushs 'Hounds Of Love' zuwege bringt, kann sowieso kein schlechter Mensch sein. Ehe man sich versieht hat man es also mit der besten Inselproduktion des laufenden Jahres zu tun, die ihre süchtig machende Wirkung aus einem nur scheinbaren Widerspruch bezieht: Die Songs sind real nie ganz so gut wie man sie im Kopf hört. Und deshalb muss man sie wieder und wieder auflegen. Clever, diese Nordengländer.


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