STRETCH ARMSTRONG
FREE AT LAST
Jedes Jahr gibt es in der großen Schnittmenge aus Hardcore, Punkrock und Emo eine unerreichbare Platte zu feiern, die einfach alles wegfegt, was nach Zweifel, Skepsis und Desinteresse aussieht. Letztes Jahr dürfte dies die aktuelle Rise Against gewesen sein, davor sicher die letzte Anti-Flag oder Boy Sets Fire. In eine ähnliche Liga dringen nun auch Stretch Armstrong vor, einer der letzten Verfechter des grundehrlichen, aber nicht szene-limitierten Heartcores. Für ihr eigenes Label konnten sie einen weltweiten Vertriebsdeal mit der bösen Majorindustrie erfechten, so dass dieses als 'Platte des Jahres' zu diskutierende Album nun in jedem noch so kleinen Plattenladen zwischen Grönland und Dubai zu haben sein wird. Von Sell-out jedoch keine Spur, wenn zwölf atemberaubende Kraftprotze von Hitsingles eine Spielfreude entfesseln, die dieses Jahr wohl unerreicht bleiben wird. James Paul Wisner hat nach vorne auf die Zwölf produziert, und dennoch so melodienreich, dass die Songs nicht mehr aus Herz und Kehle wegzudenken sind! Das von Stretch Armstrong bekannte und beliebte Spiel aus treibenden Uptempo-Attacken und immer wieder aufbrechenden Midtempo-Melody-Parts wird hier quasi perfektioniert. Thematisch zudem immer nah dran an Themen wie Freundschaft, Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit, entwickelt 'Free At Last' einen Sog, der beim Hörer in einem Freudenrausch gipfelt! So etwas kann nur Platte des Monats sein!
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