THE DRESDEN DOLLS
YES, VIRGINIA...
Ein bisschen Klavier, ein entschiedenes 'Ha!' - und da sind sie wieder: die Dresden Dolls! 18 Monate nach ihrem selbstbetitelten Debüt nun also der Zweitling 'Yes, Virginia...'. Und klar, sie klingen von beinahe der ersten Sekunde an vertraut (oder besser: ganz wie sie selbst). Dennoch gibt es Unterschiede: War der erste Auftritt überraschend aber wechselhaft, mit Höhen und auch einigen Längen, so ist 'Virginia' ein fast einstündiger Parforce-Ritt durch 13 Songs, die bei unterschiedlichem Tempo durchgängig spannend sind. Amanda Palmer und Brian Viglione spielen sich mal flink wie die Wiesel (und textlich ebenso bissig), mal schmachtend-getragen durch die dunklen Seiten des menschlichen Miteinanders. Sie singen von Mädchen, die ihren Freund eifersüchtig machen, indem sie die Kondome der Vorgänger sichtbar rumliegen lassen. Der 'First Orgasm' bekommt genau so einen Song gewidmet wie der Alkohol ('Me & The Minibar'). Clevere Texte, ein Klavier, furioses Schlagzeug und nicht zuletzt die Stimme von Amanda Palmer machen die Dresden Dolls zu einer der wenigen wirklich eigenen und spannenden Bands dieser Tage.
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