unclesally*s, dein Musik-Magazin für Punk, Rock, Indie, Alternative, Indierock mit vielen Interviews und Rezensionen

DIRTY PRETTY THINGS
WATERLOO TO ANYWHERE


Es waren einmal ein Heliumballon und ein Satz mit feinstem Quarzsand gefüllte Sandsäcke. Durch letztere verlor ersterer nicht vollends den Kontakt zum Boden und gemeinsam schwebten sie in zwar halbwegs kontrollierter, aber für alle anderen unerreichbarer Höhe. Es trug sich jedoch eines schlimmen Tages zu, dass der Ballon die Säcke abwarf - er wollte einfach noch ein bisschen höher fliegen. Nun sind die Sandsäcke natürlich keine Sandsäcke, sondern die Rest-Libertines (außer John Hassell) um Carl Barât, der im direkten Vergleich mit Pete Doherty ja immer wie ein minderbegabter Langweiler dargestellt wird. Okay: eine so herausragende Hymne wie 'Fuck Forever' enthält das Debüt von Carls Dirty Pretty Things nicht. Allerdings auch bei weitem nicht so viele Nieten wie das Babyshambles-Album. Genau genommen sogar keine. 'W.T.A.' ist ein absolut stimmiges und homogenes Album, das erfreulich oft an The Clash erinnert obwohl Mick Jones hier witzigerweise nicht einmal produziert hat, und mit weitaus mehr Rumms und Knackigkeit daherkommt als die direkte Konkurrenz. Auch wenn?s vermutlich keine populäre Meinung ist: 1:0 für Barât!


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