SWELL
Everybody Wants To Know
David Freel und sein Indie-FolkRock-Kommando SWELL melden sich endlich mit einem regulären Longplayer zurück. Als der Mann mit seinem Kumpel Rey Washam Anfang des Jahres die EP 'Feed' veröffentlichte, war die Fachpresse flugs auf Suche nach Beweisen, weil man der Band schon immer gerne Langeweile vorwarf. Natürlich sind SWELL immer für ein introvertiertes Stück Akustik- und Orgelmusik gut, das sich nicht ohne kräftig zu kauen verdauen lässt. SWELL sind mehr 5-Gänge-Menü, als 5-Minuten-Terrine. Sie vertonen stoisch ihre verstörenden Vibes, kreieren Dissonanz zwischen staubigem Westernsaloon und trippigem Lounge-Jazz. Aber eben auf eine Weise, wie es nur sie selbst tun: Mit dem Rücken zur Wand. Wieder wird es Achselzucken bis Kopfschütteln geben, aber ich kann keine Langeweile an SWELL fest machen. Natürlich sind die nicht one-size-fits-all. Aber in Anbetracht der lächerlichen Kompromissbereitschaft vieler 08/15-Kapellen lobe ich diesen Eigensinn ein Mal mehr. (Jörg)
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